Vorbild Heinz Hoenig Komiker Markus Majowski bittet um Spenden nach Knie-OP

Düsseldorf · Berühmtheit und Reichtum gehen nicht immer Hand in Hand. Das zeigt auch der Fall von Comedy-Star Markus Majowski, der seine Fans um Spenden zur Finanzierung einer Knie-OP aufgerufen hat. Mit mäßigem Erfolg.

Komiker Markus Majowski wurde mit seinen Rollen in „Die Dreisten Drei“ und „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ bekannt.

Komiker Markus Majowski wurde mit seinen Rollen in „Die Dreisten Drei“ und „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ bekannt.

Foto: picture alliance / Swen Pförtner/dpa/Swen Pförtner

Ende Mai wurde Schauspieler und „Dschungelcamp“-Teilnehmer Heinz Hoenig (72) wegen einer bakteriellen Infektion an der Speiseröhre ins Krankenhaus eingeliefert. Dort musste sich der Schauspieler einer aufwendigen Operation unterziehen und wurde ins künstliche Koma versetzt. Für Hoenig eine finanzielle Belastung, denn er nicht krankenversichert. Um die hohen Behandlungskosten finanzieren zu können, wurde eine Spendenaktion auf der Plattform „gofundme“ ins Leben gerufen. Innerhalb kürzester Zeit spendeten Freunde, Kollegen und Fans über 133.000 Euro.

Auf so viel Großzügigkeit hofft nun auch Markus Majowski (60). Der Komiker hat am 29. Mai einen Spendenaufruf auf dem Portal erstellt und seine Fans um 23.000 Euro für die Finanzierung einer Knie-OP gebeten. Majowski habe zwei Bühnenunfälle gehabt und wegen einer Reha-Maßnahme aktuell keine Einnahmen. „Eure Unterstützung, um über die Runden zu kommen, ist ein echtes Geschenk“, erklärt er in seinem Aufruf. Allerdings hält sich die Spendenbereitschaft bisher in Grenzen. Aktuell (Stand: 19. Juni 2024) sind gerade mal 1700 Euro zusammengekommen. „Ich hab mich so gefreut über die vielen positiven Nachrichten. Aber auch die Kritik verstehe ich“, äußert sich Majowski.

Schauspieler ist kein Einzelfall

Als Vertreter des Bundesverbands Schauspiel BFFS hatte Schauspieler Heinrich Schafmeister kürzlich in einem dpa-Interview erläutert, Hoenig sei bei weitem kein Einzelfall. Dass viele Menschen aus der Schauspielbranche im höheren Lebensalter in Schwierigkeiten gerieten, habe auch strukturelle Gründe. Neben schwierigen Beschäftigungsverhältnissen gehe es häufig um Lücken in der Versicherung. Gerade wenn weitere große Rollen ausblieben, habe das häufig Folgen. Nicht nur für Schauspieler gelte ja: „Wer in Altersarmut gerät, kann womöglich die Privatversicherung nicht mehr bezahlen.“

(cwi/dpa)