Muttschaft: Judith Holofernes beklagt "ziemlich dunkle Episoden"

Schwierigkeiten des Mutterseins: Judith Holofernes beklagt "ziemlich dunkle Episoden"

Sängerin Judith Holofernes hat den "unerbittlichen" Perfektionsanspruch der Gesellschaft an Mütter beklagt. "Wir sollen in der Schwangerschaft strahlend und rosig aussehen. Keiner will hören, dass wir uns in Wirklichkeit alle 20 Minuten übergeben müssen", beklagte sich die zweifache Mutter in einem Interview.

"Die meisten Frauen mit kleinen Kindern - mich eingeschlossen - erleben ziemlich dunkle Episoden". Sie seien "dauernd müde, stoßen an ihre Grenzen, einige kriegen sogar Depressionen", sagte sie der "Vogue".

Das Elternsein sei nicht immer leicht, sagte die Frontfrau der Band "Wir sind Helden", die derzeit eine Solokarriere versucht. "Ich liebe meine Kinder zwar, aber als intelligente Frau treibt es mich eben auch in den Wahnsinn, zwei Stunden mit ihnen Lego-Autos hin und her zu schieben."

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Holofernes kritisierte auch das bizarre Frauenbild ihrer Branche: "Musikerinnen sollen nach Möglichkeit den schmalen Körper eines zehnjährigen Jungen haben." Sie frage sich, wo die "echten Frauen" seien, "die zum Beispiel zwei Kinder geboren haben und dann auch so aussehen?"

(AFP)
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