Ehemalige „Wissen macht Ah“-Moderatorin Shary Reeves erntet Shitstorm wegen Lützerath-Tweet

Düsseldorf · Wegen einiger Lützerath-Tweets bekam die frühere „Wissen macht Ah“-Moderatorin Shary Reeves einen Shitstorm ab. Nun deaktivierte sie ihren Twitter-Account.

Lützerath Räumung: Die letzten Tage des Dorfes im Braunkohlerevier - eine Chronologie
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Die letzten Tage von Lützerath – eine Chronologie

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Foto: dpa/Henning Kaiser

Tagelang hielten die Proteste gegen Kohleabbau in Lützerath Deutschland in Atem. Die Demonstrationen erreichten ihren Höhepunkt am 14. Januar 2023, als es zwischen Protestlern und Polizei zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kam. Dazu äußerte sich auch die ehemalige „Wissen macht Ah“-Moderatorin Shary Reeves (53) und setzte einen ironischen Tweet über die Klima-Aktivistinnen Greta Thunberg (20) und Luisa Neubauer (26) ab.

„Mist, hab‘ sie verpasst, dabei hätte ich so gerne mal gefragt, wie der Flug in der Business nach Deutschland war“, hieß es in dem ironischen Kommentar, den Reeves nach einem Shitstorm mittlerweile gelöscht hat. Auch Bundestagsmitglied Sven Lehmann (43, Bündnis 90/Die Grünen) äußerte sich in der Folge zu dem Tweet und unterstellte der 53-Jährigen das Verbreiten von Fake-News, da Thunberg mit dem Nachtzug angereist sei.

„Ich habe mein Leben lang auf das Klima und die Umwelt geachtet, bin selbst schon bei zig ‚Fridays for Future‘-Demos mitgelaufen“, verteidigte sich Reeves in einem Interview mit dem Express. „Es geht mir nicht um Lützerath, es geht mir um die Inszenierungen. Greta wird von ihrer Gefolgschaft vermarktet und hochstilisiert.“ Zudem vertritt sie die Meinung, dass die Ausschreitungen bei den Demos die Folge der Inszenierungen von Thunberg und Neubauer waren. „Durch die Anwesenheit der beiden, durch die Bilder, dass sie sich von der Polizei haben wegtragen lassen, wurde die Aufmerksamkeit noch größer und die Konflikte geschürt“, lautete ihre Begründung.

In Bezug auf ihren ironisch gemeinten Tweet, sagte sie: „Das ist in meinen Augen eine Inszenierung. Und dass man das nicht kritisieren darf, ist diese Doppelzüngigkeit – vor allem bei Twitter.“ Dem Express kündigte sie außerdem an, dass ihr die Plattform zu gefährlich sei und sie ihren Account deaktivieren wolle. Nur kurz nach dem Interview war der Twitter-Account, der 2011 gegründet wurde, nicht mehr auffindbar.

(joko)
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