1. Panorama
  2. Leute

Jan Delay darf Heino nicht mehr "Nazi" nennen

Nazi-Aussage des Musikers : Heino erwirkt Unterlassung gegen Jan Delay

Er hatte es ohnehin nicht mehr vorgehabt, doch nun darf Jan Delay auch offiziell nicht mehr sagen, dass Heino ein Nazi sei. Der Sänger erwirkte eine entsprechende Unterlassungserklärung gegen seinen Kollegen.

Am Montag lief die anwaltlich gesetzte Frist ab, die Anwältin von Jan Delay, der mit bürgerlichem Namen Philipp Eißfeldt heißt, teilte Heinos Anwalt Ulrich Poser mit, dass der Hamburger seine Äußerungen nicht öffentlich wiederholen werde.

"Das ist ein Nazi", hatte der Hip-Hopper in einem Interview erklärt. Anlass der Aussage war, dass Heino neben vielen anderen Popsongs in den vergangenen Jahren auch ein Lied von Jan Delays ehemaliger Band Absolute Beginner gecovert hat. Heinos Interpretation von "Liebes Lied" kam bei der Gruppe nicht gut an.

Jan Delay gab nach dem Wirbel um seine Aussage bereits zu, dass er sich "ein bisschen im Ton vergriffen" habe. "Es hätte mir Einiges erspart", sagte er in der ZDF-Sendung "Aspekte".

Bislang gab es aber weder eine öffentliche noch eine persönliche Entschuldigung bei Heino. "Jan Delay hat sich noch immer nicht bei mir entschuldigt", sagte Heino der "Bild"-Zeitung. "Das spricht doch Bände über seine Haltung mir gegenüber."

Neben der Unterlassungserklärung geht es aber noch um die Strafanzeige, die Heino gestellt hat. Der Volksmusiker fordert 20.000 Euro Schmerzensgeld, die er für einen guten Zweck spenden will.

(spol)