Nach Vorwürfen des Antisemitismus Elon Musk ist in Israel

Jerusalem · Entgegen aller Antisemitisus-Vorwürfe besucht Elon Musk nun ein Kibbuz in Israel. Wie der Besuch des Multimillionärs verlief und was besprochen wurde.

 Benjamin Netanjahu (M), Ministerpräsident von Israel, begleitet Elon Musk (l), Tech-Milliardär und Tesla-CEO, bei dessen Besuch an der Grenze zum Gazastreifen.

Benjamin Netanjahu (M), Ministerpräsident von Israel, begleitet Elon Musk (l), Tech-Milliardär und Tesla-CEO, bei dessen Besuch an der Grenze zum Gazastreifen.

Foto: dpa/Israel Gpo

Tech-Milliardär Elon Musk hat am Montag gemeinsam mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu den Kibbuz Kfar Aza besucht, den Extremisten der Hamas bei ihrem Terrorangriff am 7. Oktober angegriffen hatten. Musk trug eine Schutzweste, wurde von Leibwächtern durch das Dorf eskortiert und machte dabei Fotos und Videos mit seinem Handy, wie in Aufnahmen zu sehen war, die Netanjahus Büro veröffentlichte. Musk war in die Kritik geraten, weil auf seinem Netzwerk X, dem ehemaligen Twitter, seit seiner Übernahme und vor allem seit Beginn des Gaza-Krieges antisemitische Inhalte zunahmen. Auch Musks wurde scharf angegriffen, nachdem er auf X unter anderem Unterstützung für eine antisemitische Verschwörungstheorie bekundet hatte.

Musk, der auch Chef des Autobauers Tesla ist, besuchte in Kfar Aza die Häuser mehrerer Hamas-Opfer, unter anderem das eines vierjährigen Mädchens, das auch die US-Staatsbürgerschaft hat, und das nach sieben Wochen in Gefangenschaft der Hamas am Sonntag freigelassen wurde. Ihre Eltern wurden von den Extremisten getötet.

Auf Musks Terminkalender standen auch Treffen mit Präsident Izchak Herzog und Benny Gantz, der Minister im israelischen Kriegskabinett ist. Ein Regierungssprecher wollte sich nicht dazu äußern, ob Musk eingeladen worden oder aus eigenem Antrieb nach Israel gereist war. Unter anderem ging es dabei um Musks Starlink-Satelliten. Dieses Kommunikationssystem dürfe nur mit israelischer Genehmigung im Gazastreifen eingesetzt werden, teilte Israels Kommunikationsminister Schlomo Karhi auf X mit.

(esch/dpa)
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