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"Harry Potter"-Darstellerin wird erwachsen: Emma Watsons neues Leben

"Harry Potter"-Darstellerin wird erwachsen : Emma Watsons neues Leben

Es ist Emma Watsons erste Hauptrolle nach Hermine Granger in der "Harry Potter"-Ära. In "Vielleicht lieber morgen" geht es ums Erwachsenwerden. Auch im wahren Leben hat sich die 22-Jährige emanzipiert: Sie studierte, wirbt für ein Parfüm und gilt als Stilikone.

Auf den ersten Blick hat sich gar nicht so viel verändert: Emma Watson spielt wieder ein Schulmädchen — ein amerikanisches diesmal. Sam in "Vielleicht lieber morgen" (ab morgen im Kino) ist älter als die Zauberschülerin Hermine und macht bald ihren Abschluss. Sie nimmt sich eines schüchternen Klassenkameraden an, der sich in sie verliebt.

Auf den zweiten Blick ist alles anders: Emma Watson spielt diese Rolle mit Reife und großem Selbstbewusstsein, lässt vieles von sich selbst einfließen. Die langen, strubbeligen Haare sind ab, das blasse, schöne Gesicht tritt markant hervor. Die Britin weiß sich zu kleiden, hat ihren eigenen Stil entwickelt, den sie selbst als kantig, aber adrett beschreibt. Das Mädchen aus der britischen Mittelschicht spricht jetzt Englisch mit einem amerikanischen Akzent.

Die 22-Jährige hat sich von ihrem Image als niedlicher Kinderstar emanzipiert. Doch die neu gewonnene Freiheit musste sich die Britin hart erarbeiten. Es habe ein ziemlicher Druck auf ihr gelastet: "Weil ich ein cooles Mädchen spielte, was ich im wahren Leben nie war", sagt Emma in einem aktuellen Interview mit der "Grazia". Als der letzte Teil der Harry-Potter-Reihe abgedreht war, habe sie sogar daran gezweifelt, ob sie überhaupt weiter machen will mit der Schauspielerei.

"Den Job mache ich ja schon, seit ich neun bin, und irgendwie war ich unschlüssig, ob ich wirklich damit weitermachen wollte", sagte sie der Zeitschrift. Sie schrieb sich als Literaturstudentin an der Universität Brown in den USA ein, verbrachte ein Austauschjahr in Oxford. Erst über ein Theaterstück fand sie zurück zur Schauspielerei und drehte unlängst mit Sofia Coppola in Los Angeles. Als Studentin sei ihr aufgefallen, "wie alltagsuntauglich ich war. Ich musste lernen zu kochen und Wäsche zu waschen — all die Sachen, die für Leute in meinem Alter stinknormal sind." Während der "Harry Potter"-Jahre habe sie "in einer Luftblase" gelebt.

Heute ist Emma Watson extrem gefragt. Sie bekommt etliche Rollenangebote, wirbt für ein Parfüm von Lancôme, modelt für Burberry und Alberta Ferretti, ist selbst zur Stilikone geworden. Auch wenn ihr gleich die erste Rolle Ruhm und Geld (32 Millionen Euro) einbrachten, ist sie froh, dass sie die Hermine überwunden hat. "Ich kann meine Ziele endlich selbst bestimmen."

Hier geht es zur Bilderstrecke: "Vielleicht lieber morgen" - Emma Watson wird erwachsen

(RP/csi/felt/nbe/das)