Sendung abgebrochen Eklat bei Kurt Krömer-Show mit Faisal Kawusi

Berlin · In der beliebten Reihe „Chez Krömer“ ist es zu einem Novum gekommen: Erstmals hat der Moderator Kurt Krömer ein Interview abgebrochen. Passiert ist das beim Gespräch mit dem Comedian Faisal Kawusi nach nur wenigen Minuten.

Kurt krömer in seinem „Verhörraum (Archivbild).

Kurt krömer in seinem „Verhörraum (Archivbild).

Foto: obs/Daniel Porsdorf

Hitziges Gespräch bei Moderator Kurt Krömer: Während eines Interviews mit dem Comedian Faisal Kawusi ist es in der RBB-Sendung „Chez Krömer“ zu einem kleinen Eklat gekommen. Krömer brach das Gespräch mehrere Minuten vor Ende vorzeitig ab und verließ den stilisierten Verhörraum. Anschließend sagte er vor den Kameras: „Heute ist der Tag, wo ich glaube (...), dass ich nach Hause gehe und mal gucke, ob ich das Konzept vielleicht noch mal überdenke.“ Dann stand der 48-Jährige auf und ging. Zuvor hatten mehrere Medien über die Sendung berichtet.

In dem Interview, das in der ARD-Mediathek abrufbar ist, ging es unter anderem um einen Instagram-Kommentar Kawusis zum Thema K.O.-Tropfen. Die Sängerin und Youtuberin Silvi Carlssonhatte darauf erwidert, dass sie fast mal an K.-o.-Tropfen gestorben wäre und Kawusis Post „nicht cool“ gewesen sei. Woraufhin der Comedian erwiderte, er werde die Dosis das nächste Mal erhöhen. Außerdem ging es um eine als rassistisch kritisierte Äußerung gegenüber der „Let's Dance“-Jurorin Motsi Mabuse und ein Tourplakat des Comedians, das an die tödliche Festnahme von George Floyd 2020 erinnerte.

Kawusi erklärte, er sei nicht rassistisch und auch sonst niemandem gegenüber feindlich eingestellt. Die Eltern des 31-Jährigen stammen aus Afghanistan und kamen 1989 als politische Flüchtlinge nach Deutschland. Kawusi wurde 1991 in Hessen geboren.

In der Show stellen sich Promis und Politiker den Fragen von Moderator Kurt Krömer. Zu den Gästen zählten unter anderem Ex-„Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt, der ehemalige Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und die frühere AfD-Parteichefin Frauke Petry.

(felt/dpa)
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