Richter vertagt Termin auf 8. April: Depardieu schwänzt Prozess wegen Trunkenheitsfahrt

Richter vertagt Termin auf 8. April : Depardieu schwänzt Prozess wegen Trunkenheitsfahrt

Weil Gérard Depardieu dem Gericht fernblieb, ist der Berufungsprozess gegen den französischen Schauspielstar wegen einer Trunkenheitsfahrt vertagt worden.

"Ich vertage die Angelegenheit gerne ein Mal, aber beim nächsten Mal muss Herr Depardieu verfügbar sein, egal was seine beruflichen Verpflichtungen sind", sagte der Vorsitzende Richter eines Pariser Gerichts am Dienstag. "Ich denke, ein Filmdreh kann für 24 Stunden unterbrochen werden, man muss es nur ankündigen." Nach Angaben seines Anwalts befand sich Depardieu am Dienstag zu Dreharbeiten in der süditalienischen Stadt Lecce.

Der Vorsitzende Richter vertagte den Prozess gegen den "Obelix"-Darsteller auf den 8. April kommenden Jahres. Die Staatsanwältin hatte zuvor angekündigt, einer Vertagung des Verfahrens zuzustimmen, aber betont: "Der Beschuldigte muss sich zur Verfügung der Justiz halten, nicht anders herum."

Depardieu war vor einem Jahr in Paris betrunken mit seinem Motorroller gestürzt. Bei dem Weinliebhaber wurden 1,8 Promille gemessen, erlaubt sind höchstens 0,5 Promille. Im Juni verhängte ein Pariser Gericht gegen Depardieu deswegen ein sechsmonatiges Fahrverbot und eine Geldstrafe von 4000 Euro. Der Schauspieler legte dagegen Berufung ein. Gerichtsterminen in der Sache blieb der 64-Jährige bislang konsequent fern, nach eigenen Angaben stets wegen Terminproblemen.

(AFP)
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