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Öffentliche Entschuldigung bei Rihanna: Chris Brown - späte Reue eines R&B-Stars

Öffentliche Entschuldigung bei Rihanna : Chris Brown - späte Reue eines R&B-Stars

Los Angeles (RPO). Nach der Prügelattacke auf seine Ex-Freundin Rihanna im Februar hat sich Sänger Chris Brown nun in einem exakt zweiminütigen Video öffentlich entschuldigt. Er habe diesen Schritt schon früher gehen wollen, doch seine Anwälte hätten ihm "davon abgeraten". Bei Youtube üben einige User bereits Kritik am Auftritt des 20-Jährigen.

"Ich wünschte, ich könnte diese Augenblicke noch einmal erleben, um die Dinge anders zu machen - aber ich kann es leider nicht", sagte Brown in dem Video, das am Montag (Ortszeit) auf seiner Homepage veröffentlicht wurde und wenig später bei Youtube zu sehen war. "Meine Mutter hat mich eigentlich besser erzogen", fügte Brown hinzu.

Brown hatte am 8. Februar kurz vor der Grammy-Verleihung im Streit so schwer auf die Sängerin eingeschlagen, dass sie ihren Auftritt bei der Gala absagen musste. Laut Ermittlungsbericht der Polizei schlug und biss Brown Rihanna und stieß ihren Kopf gegen das Fenster seines Autos. Auf Fotos, die eine Internet-Klatschseite später veröffentlichte, ist Rihanna mit stark geschwollenem Gesicht und Blutergüssen zu sehen.

"Was ich getan habe ist inakzeptabel - zu hundert Prozent", fügte Brown hinzu. Er habe Rihanna bereits "unzählige Male" gesagt, dass es ihm "wirklich leid tue", seine Emotionen nicht kontrolliert zu haben, sagte Brown.

Er wies darauf hin, dass er selbst als Kind Gewalt in der Familie kennengelernt und darunter gelitten habe. "Ich weiß sehr genau, wie so etwas ist", erklärte er. Deshalb nehme er professionelle Hilfe in Anspruch, damit sich Vorfälle wie der Wutausbruch gegen Rihanna nicht wiederholten.

"Ich habe viele Leute enttäuscht. Aber niemand ist von mir enttäuschter als ich selbst", erklärte Brown und beendete sein Statement mit dem "Versprechen", so etwas nie wieder zu tun. "Ich kann nur bitten und beten, dass man mir vergibt."

Vor Gericht hatte Brown den Angriff zunächst geleugnet. Sein spätes Schuldeingeständnis ist Insidern zufolge Ergebnis einer Abmachung mit der Staatsanwaltschaft, um einer drohenden bis zu fünfjährigen Gefängnisstrafe zu entgehen. Browns Anwälte arrangierten mit der Staatsanwaltschaft, dass ihr Mandant im August wegen schwerer Körperverletzung zu einer fünfjährigen Bewährungsstrafe sowie zu 180 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt werden soll.

Einige Youtube-User kritisierten bereits, Browns Auftritt wirke unecht. Sie monierten, der Star habe den Text von seinen Anwälten bekommen und größtenteils abgelesen. Die Dauer von exakt zwei Minuten zeige zudem angeblich, dass das Statement einstudiert worden sei.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Chris Browns Zwei-Minuten-Entschuldigung

(asl)