1. Panorama
  2. Leute

Chadwick Boseman ist tot - „Black Panther“-Star stirbt an Darmkrebs

Mit 43 Jahren an Krebs gestorben : „Black Panther“-Star Chadwick Boseman ist tot

Die Comic-Verfilmung „Black Panther“ machte ihn weltberühmt. Nun ist der schwarze Hollywood-Star Chadwick Boseman mit nur 43 Jahren an Krebs gestorben. Hollywood steht unter Schock.

Der amerikanische Schauspieler Chadwick Boseman, der als „Black Panther“-Star bekannt wurde, ist tot. Der 43-Jährige sei an Krebs gestorben, teilte seine Familie am Freitagabend (Ortszeit) „mit unermesslicher Trauer“ auf Twitter und Instagram mit. Demnach litt der schwarze Darsteller an Darmkrebs. Er sei in seinem Haus im Kreise seiner Familie gestorben. Das Sprecherteam von Boseman bestätigte dem Filmblatt „Variety“ den Tod des Schauspieler.

Die Nachricht löste bei Kollegen und Fans Bestürzung aus. Oscar-Preisträgerin Brie Larson postete auf Twitter ein gebrochenes rotes Herz. „Du wirst vermisst und niemals vergessen“, schrieb die Schauspielerin. „Ruhe in Liebe, Bruder“, trauerte Schauspieler Dwayne Johnson. „Danke für dein Licht und dass du dein Talent mit der Welt geteilt hast“. Schauspieler Mark Ruffalo, der den Marvel-Helden Hulk spielte, schrieb: „Bruder, du warst einer Größten aller Zeiten und deine Größe hatte gerade erst begonnen.“

Boseman hatte die Krebsdiagnose im Jahr 2016 erhalten. In der Öffentlichkeit sprach er nicht über seine Krankheit, stattdessen setzte er in Hollywood seine Arbeit an großen Filmprojekten fort.

Er sei ein „wahrer Kämpfer“ gewesen, hieß es in der Mitteilung von Bosemans Familie. Er habe zahlreiche seiner Filme gedreht, während er Operationen und Chemotherapie durchmachte. Es sei „die Ehre seiner Karriere“ gewesen, die Figur T’Challa in „Black Panther“ zum Leben zu erwecken.

In der Comic-Verfilmung „Black Panther“ spielte Boseman den Königssohn T'Challa. Es war der erste Superheldenfilm mit fast ausschließlich schwarzen Akteuren vor und hinter der Kamera. Der von den Marvel-Studios produzierte Science-Fiction-Actionfilm kam im Februar 2018 in die Kinos und wurde weltweit zum Riesenerfolg. Der Streifen spülte mehr als eine Milliarde Dollar in die Kinokassen. Er wirkte auch in „Avengers: Infinity War“ mit.

Außerdem spielte Boseman, der in South Carolina als Sohn einer Krankenschwester und eines Kleinunternehmers geboren wurde, schwarze Ikonen wie den Baseballspieler Jackie Robinson in „42“ und den Musiker James Brown in „Get on Up“. Zuletzt spielte er in „Da 5 Bloods“ von Regisseur Spike Lee. Für das Jahr 2022 war eine Fortsetzung von „Black Panther“ geplant.

Bosemans früher Tod erschütterte nicht nur Hollywood. „Die wahre Kraft von Chadwick Boseman war größer als alles, was wir auf der Leinwand gesehen haben“, schrieb der Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, bei Twitter. Mit seinen Rollen habe Boseman „ganze Generationen inspiriert und ihnen gezeigt, dass sie alles sein können - sogar Superhelden.“

Die US-Bürgerrechtsorganisation NAACP erklärte, Boseman haben allen gezeigt, „wie man Widrigkeiten mit Würde durchsteht“. Der Marvel-Verlag erklärte bei Twitter: „Unsere Herzen sind gebrochen und unsere Gedanken sind bei Chadwick Bosemans Familie. Dein Vermächtnis wird für immer weiterleben.“

(hebu/dpa/AFP)