Am Donnerstag in Düsseldorf: Bud Spencer präsentiert sein neues Buch

Am Donnerstag in Düsseldorf : Bud Spencer präsentiert sein neues Buch

In der Fortsetzung seiner Biografie "In achtzig Jahren um die Welt" erzählt der Schauspieler humorvolle und teilweise sehr private Anekdoten aus seinem bewegten Leben. Am Donnerstag stellt er das Werk persönlich in Düsseldorf vor.

Bud Spencer war Autohändler, Sänger, Fabrikant, Erfinder und Profischwimmer, aber vor allem war er eines: Schauspieler. Wer an Filmtitel wie "Vier Fäuste für ein Halleluja" oder "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" denkt, hat sie vor Augen: Bud Spencers fliegende Fäuste, immer mit ordentlich Wumms, aber nie blutig. Dass der Haudegen von damals eines Tages hauptsächlich Bücher signieren würde, hätte er wohl selbst nie gedacht. Bereits im vergangenen Jahr war er wochenlang für seine Biografie "Bud Spencer. Sein Leben und seine Filme" in Deutschland unterwegs und signierte Exemplare seines Werkes wie am Fließband. Rund 125.000 Mal verkaufte sich das Buch.

Am 1. April erscheint nun die Fortsetzung "In achtzig Jahren um die Welt". Auch darin erzählt Carlo Pedersoli, wie Bud Spencer bürgerlich heißt, wieder Anekdoten aus seinem Leben. Der 82-Jährige schreibt in einer blumigen, ausschweifenden Sprache, die eines weit gereisten Schauspielers im Ruhestand würdig ist. Mit den Worten "Lasst mich vorbei — ich bin auf der Durchreise. Ich durchquere mein langes, erfülltes und mit einer großen Portion Glück beschenktes Leben", beginnt der zweite Teil seiner Biografie. Weiter schreibt er: "Ich stehe bereits mit einem Bein in einer Zukunft, die verspricht, das größte Abenteuer von allen zu werden."

Doch zunächst handelt Spencer seine bewegte Vergangenheit ab. Er berichtet, wie er "zufällig" und "aus der Not heraus" zum Film kam. Wie er verzweifelt eine "ernsthafte Arbeit" suchte. Wie er sich bemühte, wie ein besonnener Mensch zu handeln und dabei jedes Mal abstürzte. Wie viele seiner Erfindungen zu Bruchlandungen wurden. Und wie sein Alltag am Set aussah. Es sind bewegend persönliche Einblicke in Spencers Leben als Schauspieler, Schwimmer, Weltreisender und Familienvater. Heute lebt er gemeinsam mit seiner Frau Maria, mit der er seit 52 Jahren zusammen ist, in Rom. Neben vielen bislang unveröffentlichten Privatfotos finden sich in dem Buch auch eine Liebeserklärung an seine Familie und an seine "bessere Hälfte" Terence Hill, mit dem er in zahlreichen Western spielte und international bekannt wurde. Das sei ein toller, großzügiger Mensch und im Übrigen, anders als er selbst, ein richtiger, sogar ein hervorragender Schauspieler, schreibt Spencer. Nach wie vor trifft er sich mit ihm regelmäßig zum Spaghetti essen.

Den deutschen Fans, deren Begeisterung für den ersten Teil der Biografie laut Verlag die Fortsetzung zu verdanken sei, räumt Spencer ein eigenes Kapitel ein. Darin beantwortet er ausgewählte Fragen, die seine Fans vorher über das Internetforum Facebook einsenden konnten. Zum Beispiel: "Was ist für die Bud-Faust angenehmer? Ein paar Dampfhammer zu verteilen oder in einem Jahr fast 20.000 Bücher zu signieren?" Antwort: Der Dampfhammer ist für Spencer "die lustigere Art", seine Faust zu benutzen. Keiner seiner Klamauk-Western kam damals ohne beidseitige Ohrfeigen oder besagten Dampfhammer, den Faustschlag von oben auf den Kopf, aus. Die immergleiche, schlagkräftige Rolle bescherte dem Italiener seit den 70er Jahren eine treue Anhängerschaft. "Wahrscheinlich, weil ich der Mann bin, der jeder sein möchte, wenn er seinem Chef mal gern eine auf den Kopf geben möchte", so Spencer.

Sogar ein eigenes Schwimmbad hat er. In Schwäbisch Gmünd wurde Ende vergangenen Jahres das örtliche Freibad nach dem Italowestern-Helden benannt. Zur Taufe kam der mehrfache italienische Meister persönlich in die schwäbische Provinz. Laut Schwimmbadhistorie schwamm er hier 1951 die 100 Meter Freistil unter einer Minute. 1954 kraulte er als Wasserballer durch das Becken. Jetzt ist er wieder in Deutschland unterwegs.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bud Spencers größte Rollen

(RP/sap/csi)
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