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Wegen Olivenbaum-Hügel: Berlusconi steht neuer Stunk ins Haus

Wegen Olivenbaum-Hügel : Berlusconi steht neuer Stunk ins Haus

Rom (rpo). Kaum hat Silvio Berlusconi seinen Rücktritt als italienischer Ministerpräsident bekannt gegeben, steht dem Politiker neuer Ärger bevor. Der auf seinem Anwesen neu errichtete Hügel, auf dem jahrhunderte alte Olivenbäume aufgestellt wurden, stößt bei den Abgeordneten in Sardinien auf wenig Annerkennung.

Wie die italienischen Zeitungen am Mittwoch berichteten, haben diese Berlusconi im Verdacht, seinen neuen Ausguck auf die malerische Costa Smeralda gegen alle Regeln des Landschaftsschutzes gebaut zu haben. Berlusconis Anwalt Nicolo Ghedini zeigte sich erbost über die "Unterstellungen": Alle Maßnahmen seien von den Behörden abgesegnet worden, versicherte er am Mittwoch. Berlusconis Gegner suchten lediglich nach einem Vorwand für neue Angriffe.

Berlusconis Anwesen sind über ganz Italien verstreut. Die Villa Certosa bei Porto Rotondo auf Sardinien ist jedoch die bevorzugte Sommerresidenz des Milliardärs. Mit ihrem 50 Hektar großen Park ist sie größer als der Vatikanstaat; sie verfügt über 2.500 Quadratmeter Wohnfläche, sechs Schwimmbäder, einen kleinen See, ein Amphitheater im griechischen Stil sowie eine Kakteenplantage. Ganz nach seinem großen Vorbild US-Präsident George W. Bush und dessen texanischer Ranch nutzt Berlusconi sein Milliardärsanwesen gerne zum Empfang erlauchter Gäste wie Kremlchef Wladimir Putin oder den britischen Premier Tony Blair. Für die Sicherheitskräfte ist das Anwesen ein purer Albtraum.

(afp2)