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Albert Uderzo ist tot: Asterix-Zeichner mit 92 Jahren gestorben

Trauer um Comic-Legende : Asterix-Zeichner Uderzo ist tot

Der Asterix-Zeichner Uderzo ist gestorben. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP und beruft sich auf die Familie. Uderzo wurde 92 Jahre alt.

Der Zeichner der weltberühmten Asterix-Comics, Albert Uderzo, ist tot. Uderzo starb im Alter von 92 Jahren, wie seine Familie am Dienstag mitteilte. Gemeinsam mit Autor René Goscinny gehörte er zu den "Vätern" der Comicserie um ein Dorf voller unbeugsamer Gallier, die den römischen Besatzern die Stirn bieten.

Anfang 2009 zog sich der an Arthrose leidende Uderzo zunehmend vom Zeichentisch zurück. Zwei Jahre später übergab er das Zepter an jüngere Kollegen. Der erste Asterix-Band von Jean-Yves Ferri und Didier Conrad erschien 2013: „Asterix bei den Pikten“.

Uderzo wurde am 25. April 1927 als Sohn italienischer Einwanderer in der Nähe von Reims geboren. Ende der 40er Jahre gehörte er zu den erfolgreichsten Zeichnern seiner Generation - trotz seiner Farbenblindheit. Im Jahr 1951 lernte Uderzo dann den talentierten Geschichtenschreiber Goscinny kennen.

Gemeinsam produzierten sie mehrere Serien, darunter die Erlebnisse des Kaperkapitäns „Pitt Pistol“ und des jungen Reporters „Luc Junior“. Ihr größter Erfolg begann jedoch ab 1959 mit Asterix, dessen erstes Abenteuer in der Zeitschrift „Pilote“ veröffentlicht wurde, bevor in Frankreich mit „Asterix le Gaulois“ (Asterix der Gallier) zwei Jahre später das erste Album erschien. In Deutschland kam das Werk 1968 auf den Markt.

Uderzo hatte 1959 gemeinsam mit dem Texter René Goscinny die Abenteuer des kleinen Galliers und seines dicken Freundes Obelix erfunden. Nach dem Tod von Goscinny 1977 machte Uderzo alleine weiter und gründete dafür den Verlag Albert René. Bis zu Goscinnys Tod veröffentlichte das Duo mehr als 20 Alben. Als Zeichner und Texter setzte Uderzo die Serie fort. Die erste von ihm allein geschaffene Geschichte „Der große Graben“ erschien 1980. Im Alleingang entwarf er weitere Bände.

Streit gab es in den vergangenen Jahren zwischen Uderzo und seiner Tochter. Uderzo hatte seiner Tochter 2007 die Geschäftsführung des Asterix-Verlages Albert René entzogen.

Der Kopf hinter Asterix und Obelix: Uderzo. Foto: IMAGO

Im folgenden Jahr überließ er Albert René dem Verlag Hachette Livre, wogegen sich Sylvie Uderzo wehrt. 2011 erstattete sie Anzeige gegen Unbekannt wegen "Ausnutzung der Schwäche" ihres Vaters. Ihr Vorwurf: Das Umfeld Uderzos nutze das hohe Alter ihres Vaters aus, um Einfluss auf sein Werk und seine Finanzen zu nehmen. Unter anderem hatte der Zeichner zugestimmt, dass auch nach seinem Tod weitere Asterix-Abenteuer erscheinen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bilder aus dem Leben von Albert Uderzo

(mja/AFP)