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Wirtschaftsminister erklärt Suche für zu gefährlich: Lassing: Keine Bergung der Opfer

Wirtschaftsminister erklärt Suche für zu gefährlich : Lassing: Keine Bergung der Opfer

Wien (dpa). Die Bergung der zehn Opfer des Grubenunglücks von Lassing ist endgültig gescheitert. Es sei zu gefährlich, in dem am 17. Juli 1998 eingestürzten Talkbergwerk nach den Leichen zu suchen, teilte der österreichische Wirtschaftsminister Martin Bartenstein am Montag mit.

Bergeversuche würden nach Ansicht von Experten das Leben die Bergemannschaften in einem unvertretbaren Ausmaß gefährden. Die Toten werden in bis zu 160 Metern Tiefe vermutet.

Ein riesiger Wasser- und Schlammeinbruch hatte das Bergwerk zerstört. Die zehn Männer waren zu Sicherungsarbeiten in die Grube geschickt worden, nachdem Stunden zuvor der 25-jährige Bergmann Georg Hainzl verschüttet worden war. Während der von der Einsatzleitung bereits für tot erklärte Hainzl nach neun Tagen gerettet werden konnte, blieben wochenlange Bohrungen nach den zehn anderen Vermissten erfolglos.

Der Bürgermeister von Lassing, Fritz Stangl, äußerte Verständnis für die Entscheidung des Ministers. Die Stimmung unter den Angehörigen der Opfer sei jedoch sehr gedrückt, weil sie die Hoffnung auf eine Bergung bis zuletzt nicht aufgegeben hätten. Der im Januar begonnene Prozess zur Klärung der Verantwortung für das Grubenunglück wird im Mai fortgesetzt. Die Gutachter sind sich uneinig über die Ursache der Katastrophe.

(RPO Archiv)