Bodyguard Rees-Jones erzählt "seine Story": Lady Dianas Leibwächter packt aus

Bodyguard Rees-Jones erzählt "seine Story" : Lady Dianas Leibwächter packt aus

London (dpa) - Zweieinhalb Jahre nach dem Tod Prinzessin Dianas bei einem Autounfall in Paris hat der einzige Überlebende des Unglücks, Leibwächter Trevor Rees-Jones, sein Schweigen gebrochen. In einem Interview mit dem "Daily Telegraph (Samstagausgabe) sagte er: "Wenn ich hätte sterben können, damit die anderen drei überleben, dann hätte ich es getan." Sein Buch "The Bodyguard's Story" (Die Leibwächter-Story) soll ab Montag im Vorabdruck in der Zeitung erscheinen.

Noch heute verfolge ihn das Trauma, berichtet Rees-Jones. Es mache ihn ganz "verrückt zu denken, hätte ich nur...". Er fühle "eine Art Schuld", dass er noch lebe, aber keine Verantwortung für das Geschehene. Nach Darstellung von Rees-Jones gab Diana-Begleiter Dodi Fayed die Anweisung an den "betrunkenen" Fahrer Henri Paul, mit Hochgeschwindigkeit durch Paris zu rasen. Der Millionärssohn sei "unberechenbar" gewesen.

Rees-Jones wies in aller scharfer Schärfe die von Dodis Vater, dem Harrods-Besitzer Mohamed Fayed, vorgebrachten Verschwörungstheorien zurück. "Sie sind einfach lächerlich. Was passiert ist, ist passiert. Mohamed Fayed wird nicht ruhen, bis seine Version der Ereignisse als die Wahrheit anerkannt wird. Aber das wird nicht geschehen", sagte Rees-Jones über seinen ehemaligen Arbeitgeber. Der bei dem Unfall schwer verletzte Rees-Jones erinnert sich nach eigenen Angaben nicht an die entscheidenden Sekunden in der Schreckensnacht des 30. August 1997.

Die Prinzessin, so Rees-Jones, habe ihm in einer Notiz nach dem Sardinien-Urlaub mit Dodi für seinen Schutz während der "zehn wunderbaren Tage" gedankt. Mit ihren beiden Söhnen, William und Harry, habe sie im lockeren Umgang viel gelacht. "Es war gar nicht so, wie man es sich bei den Royals vorstellt. Sie (Diana und ihre Söhne) waren viel weniger königlich als die Fayeds, ehrlich", sagte Rees-Jones dem "Daily Telegraph." Er wünsche sich, die beiden Teenager noch einmal wieder zu treffen. "Ich möchte ihnen sagen, dass ich alles in meiner Macht stehende getan habe, um ihre Mutter zu beschützen."

(RPO Archiv)
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