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Schwedin beim Praktikum in Berlin: Kronprinzessin Victoria muss auch Kaffee kochen

Schwedin beim Praktikum in Berlin : Kronprinzessin Victoria muss auch Kaffee kochen

Berlin (rpo). Kronprinzession Victoria bleibt der typische Praktikanten-Job nicht erspart: Auch sie muss Kaffee kochen. Das gab sie am Mittwoch auf einer Pressekonferenz zu, die sie anlässlich ihres Berlin-Aufenthaltes gab.

Sie kam leger in cremefarbener Bluse und weißer Hose, präsentierte sich humorvoll und souverän: Kronprinzessin Victoria absolvierte am Mittwoch in Berlin ihren großen Auftritt vor den Medien. "Ich freue mich sehr, in Berlin zu sein und bin froh, dass es ein längerer Aufenthalt ist", sagte die 25-Jährige, die ein Praktikum beim schwedischen Außenwirtschaftsrat absolviert. Durch die deutsche Verwandtschaft ihrer Mutter, der gebürtigen Heidelbergerin Silvia Sommerlath, fühle sie sich Deutschland sehr verbunden.

Der erste Praktikumstag sei mit Einweisungen und Besprechungen vergangen. Ja, Kaffee kochen müsse sie auch. "Wer die letzte Tasse nimmt, der muss neuen machen." Sie sei auch nach Deutschland gekommen, um ihr Sprachkenntnisse zu verbessern, sagte die Prinzessin auf der komplett in Englisch geführten Pressekonferenz in der schwedischen Botschaft. Heimweh habe sie nicht, aber ihren Hund, den vermisse sie schon.

Deutsche Fans des schwedischen Königshauses dürfen sich freuen. Victoria stellte einen Besuch ihrer Eltern, König Carl Gustaf und Königin Silvia, in Berlin in Aussicht. Ansonsten wird es für die Öffentlichkeit schwer werden, einen Blick auf die strengstens abgeschirmte Thronfolgerin werfen zu können. Allerdings outete sich die königliche Praktikantin als begeisterte Tänzerin und neugierige Berlinbesucherin. Vielleicht lohnt es sich doch, in den nächsten Wochen Ausschau nach dem königlichen Blut zu halten. "Ich hoffe, sie werden mir Abends freigeben", sagte Victoria mit Blick auf ihren Praktikumschef Jonas Augustson.

Untergebracht sei sie in einer eigenen Wohnung. "Aber ich werde nicht sagen, wo die ist", schmunzelte sie. Einen Journalisten, der sie nach ihrer Lieblingsmusik befragte und wissen wollte, ob sie gerne tanze, beschied sie keck: "Fragst du mich hier gerade nach einem Date?" Mehr Privates war nicht zu hören. Ob sie einen Freund habe, darauf antwortete die Prinzessin nicht.

Dafür präsentierte sie sich bestens gewappnet für ihre öffentliche Rolle als zukünftige Königin von Schweden. "Ich bin sehr stolz auf mein Land." Das mit der Monarchie sei schon eine komplizierte Sache. "Für mich ist es wichtig, eine gute Botschafterin meines Landes zu sein", umschrieb sie ihre Rolle. Das Praktikum diene unter anderem auch dazu, die deutsch-schwedischen Beziehungen noch besser kennen zu lernen. Einige Male werde sie in Städte außerhalb Berlins reisen. Möglich also, dass nicht nur die Berliner ein wenig vom königlichen Abglanz mitbekommen.

(RPO Archiv)