Sechseinhalb Jahre Haft gefordert Kleinkind erschlagen

Mönchengladbach (dpa/lnw). Für die Tötung der kleinen Tochter seiner Freundin soll ein 31-jähriger Schlosser aus Mönchengladbach für sechseinhalb Jahre in Haft. Das hat die Staatsanwaltschaft am Montag vor dem Mönchengladbacher Landgericht gefordert. Die Verteidigung verlangte dagegen eine Bewährungsstrafe: Der Mann habe den Tod des kleinen Mädchens nicht gewollt.

Die mitangeklagte Mutter des 18 Monate alten Kindes soll zu neun Monaten Haft auf Bewährung wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt werden. Die gelernte Arzthelferin war zehn Tage lang trotz des Schädelbruchs des Kindes nicht zum Arzt gegangen, weil sie befürchtete, das Sorgerecht für ihre Tochter zu verlieren. "Wir würden alles dafür tun, die Tat ungeschehen werden zu lassen", hatte das mittlerweile verheirate Paar vor Gericht beteuert.

Der Schlosser hatte die Eineinhalbjährige aus Wut über ihr Weinen und Quengeln so schwer geschlagen, dass sie gegen einen Türrahmen prallte und einen Schädelbruch erlitt. Nach zehn Tagen lag das Kind tot in seinem Bett. Bei der Obduktion hatten Gerichtsmediziner auch ältere Brüche festgestellt. Das Urteil soll an diesem Freitag verkündet werden.

(RPO Archiv)
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