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An Adoptiveltern verkauft: Kinderhandel: Wurden Kinder Opfer von Organhändlern?

An Adoptiveltern verkauft : Kinderhandel: Wurden Kinder Opfer von Organhändlern?

Pescara (rpo). Erst kürzlich wurde der Kinderhandel zwischen Italien und Albanien aufgedeckt. Dieser nimmt ein immer größeres Ausmaß an: Bis zu 50 Kinder sollen verschwunden sein.

Die Zahl der spurlos verschwundenen Minderjährigen sei mittlerweile von 36 auf mindestens 50 angestiegen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag. Nachdem in der vergangenen Woche ein albanisches Ehepaar in der mittelitalienischen Hafenstadt Pescara verhaftet worden war, seien jetzt gegen zwei weitere Albaner Ermittlungen eingeleitet worden. Das Paar habe ebenfalls seinen Wohnsitz in Pescara.

Die Polizei vermutet, dass die Minderjährigen an Adoptiveltern verkauft worden sind oder mittlerweile als Bettler arbeiten. Schlimmstenfalls könnten sie sogar Opfer pädophiler Ringe oder von Organhändlern geworden sein. Die verhafteten Albaner weigerten sich bisher, den Verbleib der Kinder preiszugeben.

Die Kinderhändler hatten den ersten Ermittlungsergebnissen zufolge nach Besuchen in Albanien jeweils zwei Jugendliche im Alter zwischen 8 und 16 Jahren nach Italien geschmuggelt, indem sie sie als ihre eigenen Kinder ausgaben.

Nach mehrwöchigen Ermittlungen war der UN-Polizei im Kosovo vor wenigen Tagen bereits ein Albaner ins Netz gegangen. Der 43-Jährige war auf dem Flughafen Pristina gefasst worden, als er mit einem Jungen nach Düsseldorf fliegen wollte. Es bestehe der dringende Verdacht, dass der Junge in Westeuropa für kriminelle Zwecke missbraucht werden sollte, hieß es.

(RPO Archiv)