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Umfrageergebnis:: Kinder haben große Angst vor Missbrauch

Umfrageergebnis: : Kinder haben große Angst vor Missbrauch

Hamburg (rpo). Wovor haben Kinder in Deutschland die größte Angst? Laut einer am Dienstag in Hamburg vorgestellten Umfrage unter 1.300 Mädchen und Jungen zwischen sechs und 14 Jahren sind es Sittlichkeitsverbrechen, vor denen sie sich am meisten fürchten.

Der Umfrage der R+V-Versicherung zufolge sagten 53 Prozent, sie fürchteten sich vor einem derartigen Verbrechen. "Offenbar haben sich die aktuellen Medienberichte über Missbrauch und Mord den Kindern sehr stark eingeprägt", sagte Studienleiterin Rita Jakli.

An der zweiten Stelle der Angstskala von Kindern steht mit ebenfalls 53 Prozent, aber weniger Angstintensität, die Furcht vor einem Schicksalsschlag in der Familie. Es folgen an dritter Stelle die Luftverschmutzung (40 Prozent) und dann das Aussterben der Tiere (39 Prozent). Die Umfrage ergab weiter, dass Kinder aus Ostdeutschland sich grundsätzlich mehr Sorgen machen als ihre Alterskameraden aus dem Westen. Außerdem sind Mädchen mehr von Angst geplagt als Jungen. Eine derartige Studie wurde zum fünften Mal von der Versicherung erstellt.

Weniger Angst vor Arbeitslosigkeit der Eltern

Die Furcht vor Sittlichkeitsverbrechen hat danach seit der letzten Umfrage 1999 leicht zugenommen, während die übrigen Sorgen und Probleme in der Empfindung der Kinder kleiner geworden sind. Besonders kräftig ist die Angst vor einem Krieg zurückgegangen, aber auch die Furcht vor einem Diebstahl des Fahrrades sank kräftig, ebenso die Sorge, von anderen Kindern verprügelt zu werden. Auch die Angst vor Arbeitslosigkeit der Eltern nahm ab.

Die Experten der R+V-Versicherung raten den Eltern, sich Zeit zu nehmen für die Sorgen der Kinder und diese nicht leichtfertig abzutun. "Was für einen Erwachsenen kaum der Rede wert ist, kann für ein Kind ein großes Problem sein", hieß es. Eltern sollten eigene Ängste zugeben und Lösungen für die Sorgen anbieten, oder erklären, dass etwa Kriege oder schlimme Unfälle sehr unwahrscheinlich sind.

(RPO Archiv)