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Katholikentag in Münster endet mit Festgottesdienst

35.000 Teilnehmer : 101. Katholikentag in Münster endet mit Festgottesdienst

Nach mehr als vier Tagen geht der Katholikentag in Münster zu Ende gegangen. Unter dem Motto „Suche Frieden“ ging es um Politik, Ökumene und den Dialog unter den Religionen.

Mit einem großen Festgottesdienst ging am Sonntag in Münster der 101. deutsche Katholikentag zu Ende. Mit am Altar standen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx aus München, und Bischöfe aus Münster, Hamburg, Berlin und Limburg.

Für die evangelische Kirche sind die stellvertretende EKD-Vorsitzende Annette Kurschus sowie Hans Leyendecker mit dabei.

Sternberg hatte das Treffen in einer Bilanz am Samstag in Münster als großen Erfolg gewertet. „Der Katholikentag hat das junge und frische Gesicht der Kirche gezeigt“, sagte der ZdK-Präsident. Nach vorläufigen Zahlen haben mehr als 70.000 Menschen das Glaubensfest besucht.

Der Münsteraner Bischof Felix Genn hob in seiner Bilanz hervor, der Katholikentag sei „keine Friede-Freude-Eierkuchen-Veranstaltung“ gewesen. „Auch Kirchenkritiker müssen einräumen, dass es einen solch breiten öffentlichen Diskurs heute nur noch auf den evangelischen Kirchentagen und Katholikentagen gibt.“

Überschattet wurde der Katholikentag vom Streit innerhalb der deutschen Bischofskonferenz über den sogenannten Kommunionsstreit. Die Bischofskonferenz hatte mit Drei-Viertel-Mehrheit entschieden, dass protestantische Ehepartner in Einzelfällen zur katholischen Kommunion zugelassen werden können. Dagegen hatten der Kölner Kardinal Rainer Woelki und sechs andere konservative Bischöfe beim Vatikan protestiert.

Am Samstag gab es den einzigen Auftritt eines AfD-Vertreters in Münster. Die religionspolitischen Sprecher der im Bundestag vertretenen Parteien äußerten sich zu ihrem Verständnis zum Verhältnis von Religion und Staat. Dabei kam es zu Beginn zu einem Zwischenfall. Bei der Vorstellung des AfD-Bundestagsabgeordneten Volker Münz rannten Aktivisten in der Messehalle zur Bühne und hielten ein Plakat hoch mit der Aufschrift „Suche Frieden - nicht die AfD - für eine antifaschistische Kirche“.

(dpa/see)