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Jetzt also doch: Prinz Charles wird König

Die ersten Schritte sind schon eingeleitet : Jetzt also doch: Charles wird König

Seit vielen Monaten wird spekuliert, ob Prinz Charles nicht doch auf den Thron verzichtet und seinem Sohn William den Vortritt lässt. Seit diesem Wochenende ist jedoch klar: Charles selbst wird der Nachfolger seiner Mutter Elizabeth werden. Der Prince of Wales leitet bereits erste Veränderungen in die Wege.

Wie mehrere britische Zeitungen am Wochenende berichten, will Charles seiner 87-jährigen Mutter künftig mehr anstrengende öffentliche Auftritte und Verpflichtungen abnehmen. Dazu gehören auch Reisen ins Ausland.

Kenner des Palastes sehen hier ein Novum: Zum ersten Male zeige sich Elizabeth bereit, aus Rücksicht auf ihr Alter kürzer zu treten. Gerüchte über einen baldigen Rücktritt der Queen weist der Palast noch zurück. Elizabeth werde sich weiter um alle Pflichten "hinter den Kulissen" kümmern.

Als weiteren Hinweis für Charles Ambitionen werden Änderungen in der Büro-Struktur gewertet. Bislang unterhalten Elizabeth und Charles separate Pressebüros. Damit soll nun Schluss sein. Künftig soll es nur noch ein Büro geben, das alle Angelegenheiten des Königshauses regelt — geführt von einer langjährigen Vertrauten des Prinzen.

PR-Fachfrau Sally Osman, die bislang in Clarence House (hier residieren Charles und Camilla) tätig war, zieht dafür in den Buckingham Palace ein. Auch dies ist Beobachtern zufolge ein klares Signal: Charles soll schon zu Lebzeiten seiner Mutter das neue Gesicht der Monarchie werden.

Der Prince of Wales wird dieses Jahr 66 Jahre alt. Kein Thronfolger in der britischen Geschichte musste solange auf den Thron warten wie er.

Charles war in der britischen Öffentlichkeit lange umstritten. Nach seiner unglücklichen Ehe mit Lady Diana heiratete er im Jahr 2005 seine langjährige Freundin Camilla Parker Bowles. Nach der bescheidenen, fast bürgerlichen Zeremonie gewann Charles die Sympathien vielen Untertanen wieder zurück.

(csi)