Indien: Sikhs retten mit Turbanen ertrinkende Jugendliche

Indien: Sikhs retten mit Turbanen Jugendliche vor dem Ertrinken

Sie verstießen gegen die Gebote ihrer Religion, um Jugendliche vor dem Ertrinken zu retten: Angehörige der Glaubensgemeinschaft der Sikh haben in Indien mit ihren Turbanen mehrere Menschen aus einem Kanal gezogen.

Normalerweise ist es den Sikh streng verboten, ihren Turban abzunehmen. Weil die Jugendlichen aber in einem Strudel gefangen gewesen seien, habe er das Ende des neun Meter langen Tuches hinuntergeworfen, sagte Inderpal Singh der Zeitung "Times of India". Ein anderer Sikh sei auf die andere Seite des schnell fließenden Gewässers gelaufen und habe es ihm gleichgetan.

Der Vorfall ereignete sich laut der Zeitung im Dorf Sullar Gharat im nördlichen Bundesstaat Punjab, als zahlreiche Hindus ihre Statuen des Elefantengottes Ganesha in einem Gewässer versenken wollten. Dies ist ein religiöses Ritual, das jährlich vollzogen wird.

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Mehrere Jugendliche seien ausgerutscht und in den Kanal gefallen, berichtete auch der TV-Sender NDTV. "Mein erster Impuls war es, auch in den Kanal zu springen, um zu versuchen, sie zu retten. Aber ich kann nicht schwimmen", sagte der zweite Retter, Kanwaljit Singh, dem Sender. NDTV zeigte ein mit einem Smartphone aufgenommenes Video,

(dpa)