Jasmin Tabatabai: "Ich finde es sehr schön, verlobt zu sein"

Jasmin Tabatabai: "Ich finde es sehr schön, verlobt zu sein"

Die Schauspielerin (45) spricht über ihre neue ZDF-Serie, ihre Freundin Katja Riemann und ihre dritte Schwangerschaft.

In der Serie "Letzte Spur Berlin" (ZDF, freitags, 21.15 Uhr) spielen Sie die Kommissarin Mina Amiri. Wann sehen wir Sie im "Tatort"?

Jasmin Tabatabai Erstmal nicht. Ich bin sehr zufrieden mit meiner aktuellen Stelle. Ich finde "Tatort" toll, aber es ist sehr erfrischend, dass bei uns ein paar Sachen anders sind.

Zum Beispiel?

Tabatabai Bei "Letzte Spur Berlin" sind wir ein Viererteam, und das heißt auch, dass wir immer im Team ermitteln. Unser Chef ist nicht der einsame Wolf, sondern eher so eine Art Obama-Typ, der auf Augenhöhe mit seinen Leuten kommuniziert. Mir gefällt es sehr, wie wir im Team Rätsel lösen und Geheimnisse aufspüren. Bei unseren Fällen stehen immer die Vermissten und ihre Angehörigen im Mittelpunkt.

In der Episode "Ewige Dunkelheit" verschwinden zwei Mädchen, Sie sind selber Mutter zweier Töchter: Wenn man in dieser Rolle ist – denkt man da an seine eigenen Kinder?

Tabatabai Ja. Das ist der absolute Alptraum jeder Mutter, dass die Kinder verschwinden oder ihnen etwas zustoßen könnte. So geht es allen Eltern. Mir geht's da nicht anders.

Sie und Katja Riemann kennen sich seit dem Film "Bandits", mit dem Sie einem breiten Publikum bekannt geworden sind. Kann man im Showgeschäft eine echte Freundschaft aufrecht erhalten?

Tabatabai Ja, kann man. Katja ist eine sehr gute Freundin von mir, genauso wie die anderen "Bandits" Katja von Garnier und Nicolette Krebitz. Aus dem Showbusiness sind sie meine alten Freundinnen, die immer noch sehr präsent in meinem Leben sind. Das hat aber auch damit zu tun, dass wir vorher schon befreundet waren. Die beiden Katjas kannten sich schon, ebenso Nicolette und ich. Es war damals sicherlich eine besondere Zusammenkunft und eine außergewöhnliche Energie. Es war ja auch nicht so einfach, das Ganze zu stemmen. Wir wurden sehr viel von außen angegriffen, unter anderem von großen Teilen des deutschen Feuilletons – das schweißt zusammen. Es geht sogar so weit, dass wir gegenseitig Patinnen unserer Kinder sind.

Was haben Sie vom Interview mit Katja Riemann in der NDR-Show "DAS!" mitbekommen?

Tabatabai Ich hab's mir im Internet angeschaut, nachdem der Sturm der Entrüstung auf Facebook und Twitter losging. Ich muss sagen: Ich bin absolut auf Katjas Seite.

Das sagen Sie, weil Sie ihre Freundin sind.

Tabatabai Nicht nur, weil sie meine Freundin ist, sondern weil ich es exemplarisch finde, wie in Deutschland mit Prominenten und Stars umgegangen wird. Das ist für mich eine Schande. Für mich ist der Hauptschuldige an der absolut misslungenen Sendung der Moderator (Hinnerk Baumgarten; Anm. der Redaktion). Seine dümmlichen Fragen und die Dreistigkeit, die er an den Tag gelegt hat, waren schon bemerkenswert, und ich fand auch nicht, dass Katja unhöflich oder gar skandalös reagiert hat, sondern ich empfand sie eher als gequält und irgendwann hilflos.

Sie erwarten gerade Ihr drittes Kind. Wann ist es so weit?

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Tabatabai Im Sommer. Ich halte den Termin bewusst ein bisschen offen, und zwar aus Erfahrung. Beim letzten Mal habe ich gesagt, dass wir den Termin Ende Juni haben – und dann hast du ab Ende Mai jeden Tag die Leute an der Backe, die fragen: "Wann ist es denn so weit?" Das nervt einfach wahnsinnig, wenn man schwanger ist.

Wird es denn Ihr erster Junge oder Ihr drittes Mädchen?

Tabatabai Das weiß ich noch nicht, aber das will natürlich auch jeder wissen. Jede Schwangere wird aber bestätigen, dass diese Fragen wahnsinnig nerven.

Dann wissen Sie auch noch nicht, wie das Kind heißen soll.

Tabatabai Dementsprechend.

Haben Sie denn Favoriten?

Tabatabai Es gibt welche, aber die verrate ich nicht.

Sie sind mit Ihrem Freund Andreas Pietschmann verlobt und sagten einmal, dass Sie Heiraten für ein schönes Ritual halten. Wann heiraten Sie?

Tabatabai Mit dickem Bauch nicht.

Dieses Jahr noch?

Tabatabai Ich finde den Zustand der Verlobung sehr schön, wenn man sagt, dass das der Mensch ist, den man heiraten will. Aber wir haben es nicht eilig.

CHRISTIAN SPOLDERS FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

(RP)
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