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Mindestens 107 Tote: Hochwasser-Katastrophe in Südostasien

Mindestens 107 Tote : Hochwasser-Katastrophe in Südostasien

Hanoi/Phnom Penh (dpa). Bei einer der bislang schlimmsten Hochwasserkatastrophen in Südostasien sind mindestens 107 Menschen ums Leben gekommen. In Kambodscha und Laos starben nach offiziellen Angaben 94 Menschen, in Vietnam wurden mindestens 13 Todesopfer gezählt. Allein in Vietnam wurden 125 000 Menschen obdachlos, teilte das Rote Kreuz am Freitag in Hanoi mit. Die Organisation benötige dringend finanzielle Unterstützung, da die Situation in den betroffenen Gebieten sich täglich weiter verschlimmere.

Um den Hochwasser-Opfern wirkungsvoll helfen zu können, seien mindestens eine Million Dollar (rund 2,3 Millionen Mark) nötig, sagte John Geoghegan, der Leiter der Hilfsorganisation in Vietnam.

"Zurzeit versorgen wir bereits rund 25 000 Familien mit Essen, Zeltplanen und kleinen Booten", sagte Geoghegan. Die Zahl der Bedürftigen könne in den nächsten Tagen weiter dramatisch ansteigen. Außerdem müsse dringend Trinkwasser bereitgestellt werden. Da die Menschen das Flusswasser trinken müssten, steige die Gefahr von Epidemien. Nach Angaben der zentralen Katastrophenschutz-Behörde sind bereits fast 30 000 Hektar Reisanbau-Fläche zerstört worden.

Die Hauptverkehrsverbindung zwischen Phnom Penh in Kambodscha und Ho Chi Minh Stadt in Vietnam drohte am Freitag durch die Fluten unpassierbar zu werden. Kambodschas Ministerpräsident Hun Sen appellierte an die Einsatzkräfte ihre Bemühungen zu verstärken, weil Teile der wichtigen Verkehrsader bereits überflutet seien. Experten befürchteten am Freitag, dass das Hochwasser noch weiter ansteigen könnte. Erst Anfang kommender Woche wird mit einer leichten Entspannung der Lage gerechnet.

(RPO Archiv)