GNTM 2017: Morddrohungen, Opel-Job und Besuch der Freunde

Germany's Next Topmodel: Morddrohungen und Models von der Rolle

Die verbliebenen neun Mädchen kämpfen erst mit kleinen Räumen dann um einen heiß begehrten Opel-Job um zum Schluss darum, den aufrechten Gang im Hamsterrad zu lernen. Zum Glück sorgen Freunde und Familie dafür, dass der Haussegen gerade hängt.

Die zwölfte Folge der zwölften Staffel von Germany's Next Topmodel startet direkt am Set: Neun Mädchen sind noch dabei und sollen die "Crazy Alice" spielen. Jedes Model bekommt eine Textstelle aus Lewis Carrolls "Alice im Wunderland", die sie auf dem Bild verkörpern sollen — mit Tüllkleid und Puppengesicht in einem 1 x 1-Meter kleinen Puppenhaus. Das ist vor allem für Carina ein Problem, weil die Tänzerin ausnahmsweise mal keinen Spagat vorführen kann und sich bei allem Übel auch noch den Kopf an der tiefen Decke stößt.

Anh hat ein anderes Problem: Für ihr Bild muss sie weinen, auf Knopfdruck. Also hört sie zur Vorbereitung traurige Klaviermusik und schüttet der Fotografin direkt ihr Herz aus. Die 25-Jährige erzählt von ihrer Mutter, die sich nicht genug um sie gekümmert habe. Mit glitzernden Tränen in den Augen macht Anh zumindest Heidi glücklich.

Bei Serlina ist es ihr Mathelehrer, der sie zur Höchstleistung treibt. "Du hast mir nie eine Chance gegeben, ich bin nicht schlecht in Mathe", schreit sie in die Kamera für ein wütendes Alice-Foto. Heidi ist begeistert und gesteht: "Ich hatte Mathe im Leistungskurs. Bei mir war es nicht Mathe, sondern Deutsch." Wer hätte das gedacht gehabt?

Casting mit Red-Carpet-Gen

Als nächstes steht das von den Mädchen heiß ersehnte Opel-Casting an. Der Opel-Marketingchef will ein Mädchen finden, das den vielfältigen Charakter des Lifestyle-Autos repräsentiert. Für den Job müssen die Mädchen aber erst auf dem schlecht inszenierten roten Teppich ihren großen Auftritt präsentieren. Zehn Statisten stehen mit Handykameras an dem Stück roten Stoff und stellen den Models knallharte Fragen.

Als Sabine erzählt, wie toll ihr Casting gelaufen ist, stößt das bei Leticia und ihrer Clique sauer auf. "Du hast gesagt, du bringst mich um, wenn ich den Job bekomme, oder?", fragt Sabine, als sie die genervten Blicke ihrer Konkurrentinnen bemerkt. Beruhigenderweise entschärft Leticia die Situation: "Nein, ich habe nur gesagt, ich schmeiße dich vom Balkon. Ich habe nicht gesagt, dass du stirbst."

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Große Hoffnungen auf den Job macht sich Carina, die laut Juror Michael Michalsky das "Red-Carpet-Gen" in sich trägt. Carina formuliert es ein wenig anders: "Im Gegensatz zu den anderen hab ich dieses Glamour inside of me." Mit ihrem hochgeschlossenen roten Kleid ist sie weniger zufrieden, will das aber mit ihrer Personality wieder rausholen und geht auf Tuchfühlung mit den Fake-Fans, macht Selfies und verteilt Rosen an die Jury. Beim Opel-Marketingchef scheint das Eindruck zu machen. Carina darf zum Shooting für das Musikvideo.

Große Mädchen, kleine Jungs

Währenddessen kommen die Überraschungsgäste an: Familie und Freunde sind zu Besuch in Los Angeles. Heidi schnappt sich direkt bei der Begrüßung Majas Freund Niklas, der mit seinen Dreadlocks ein wenig aus dem Rahmen fällt. Und sie drängt ihn dazu, die langen Locken abzuschneiden. Dem ist die Situation offensichtlich erst ziemlich peinlich, lässt sich dann aber, gedrängt von Heidi und den Kameras, überzeugen.

Für den Walk schmeißen sich die Mädchen in schwarz-weiße Schale. In Streifen- und Schachbrettmuster-Kleidern müssen sie in einem Hamsterrad laufen — und dabei "schön und elegant aussehen". Das klappt nur bedingt: Carina legt beinahe eine Comedy-Show hin. Nach einem wackeligen Anfang krabbelt sie durchs Rad.

Weil sie auch im Shooting keine überzeugende Leistung abgeliefert hat, muss sie kurz ums Weiterkommen bangen — bis ihre Mama mit dem Foto um die Ecke kommt. "Du? Verarschst du mich? So scheiße ist das Bild nicht", sind irritierenderweise die ersten Worte, bevor sie ihre Mutter umarmt. Hach, Familientag. Die Mädchen sind mittlerweile so fernsehtauglich aufgemotzt, dass ihre Boyfriends neben ihnen wie kleine Jungen aussehen. Immerhin fliegt — wie in jeder Familienfolge — keines der Mädchen raus. Und so hängt auch der Haussegen nicht allzu schief.