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Bereits Hunderttausende obdachlos: Fluten in Südostasien steigen weiter

Bereits Hunderttausende obdachlos : Fluten in Südostasien steigen weiter

Phnom Penh (AP). Ein Ende der schweren Überschwemmungen in Südostasien ist nicht in Sicht. Nach Angaben der Internationalen Vereinigung des Roten Kreuzes vom Samstag stieg der Pegel des Mekongs weiter an. Zwar habe sich der Anstieg verlangsamt, doch würden insbesondere in Kambodscha und Vietnam wegen des durchweichten Erdbodens immer mehr Dörfer überflutet. Meteorologen erklärten, der Pegel des Mekongs sei höher als bei den verheerenden Überschwemmungen 1996, als fast 200 Menschen ums Leben kamen. Bislang fielen den Fluten mehr als 100 Menschen zum Opfer, Hunderttausende wurden obdachlos.

In der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh lag der Wasserstand noch 30 Zentimenter unterhalb der Marke, bei der die Millionenmetropole überschwemmt würde. In der Provinzhauptstadt Kratie im Nordosten des Landes errichteten 500 Soldaten und Polizisten einen fünf Kilometer langen Wall aus Sandsäcken, um den Ort zu schützen. In Südvietnam mussten 25.000 Familien ihre Häuser verlassen, Zehntausende sollten noch in Sicherheit gebracht werden. 2.500 Soldaten waren im Einsatz, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und Freiwillige verteilten Lebensmittel. Auch Gebiete in Laos und Thailand sind von den Überschwemmungen betroffen. Die Regenzeit begann in der Region im Juli, früher als der eigentliche Monsun. Die Regenfälle ließen den Mekong anschwellen.

(RPO Archiv)