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"Zwanzig nach vier-Stellung" - Münchner gewinnt die Million bei Jauch

"Wer wird Millionär?" : Münchner gewinnt die Million bei Jauch

Den letzten Millionär gab es in der RTL-Sendung "Wer wird Millionär?" vor über zwei Jahren. Nun hat es wieder geklappt: Sebastian Langrock aus München räumte bei Günther Jauch ab.

Um 21.08 Uhr hatte der Münchener, der professioneller Pokerspieler ist, die Million in der Tasche und hatte nach dem ersten Jubel einige Tränen in den Augen. Die Antwort auf die Millionen-Frage gab er Günther Jauch bereits, bevor überhaupt die vier Antwortmöglichkeiten aufgeleuchtet waren.

Die Frage lautete: "Wer sollte sich mit der 'Zwanzig nach vier"-Stellung auskennen? Langrock sagte Kellner. Und tatsächlich war diese Antwort neben Fahrlehrer, Karatemeister und Landschaftsarchitekt vorgegeben. Als "Kellner", Antwort C, aufleuchtete, sprang Langrock vor Begeisterung auf. "Wenn ich nicht richtig liege, bin ich im falschen Film", sagte er zu Jauch.

Der 36-Jährige erzählte Jauch, er habe erst vor einer Woche davon in einem Buch über unnützes Wissen gelesen und meine, die "Zwanzig nach vier"-Stellung habe etwas mit der Stellung von Messer und Gabel zu tun. Tatsächlich, so erklärte Jauch nach der richtigen Antwort, signalisiere diese Stellung dem Kellner, dass der Gast zu Ende gegessen habe und abräumen könne.

Langrock hatte am Ende noch seinen Telefon-Joker übrig. Deshalb erlaubte ihm Jauch, einen Menschen anzurufen. Dann stellte der Moderator dem Vater seiner Begleitung die Millionen-Frage, doch der konnte sie nicht beantworten. Schließlich erlöste Jauch den Telefon-Joker und erzählte ihm, dass die Million bereits gewonnen sei.

Der Kandidat sagte später im RTL-Interview: "Ich war mir zu 99,9 Prozent sicher und wollte nicht von einem, der keine Ahnung hat, einen falschen Input bekommen." Und er fügte hinzu: "In dem Moment, als ich da auf dem Stuhl saß, die Frage kam und ich die Antwort wusste, habe ich eine Gänsehaut bekommen."

Der Münchener Millionen-Gewinner, der noch in einer Vierer-WG wohnt, will mit seinem Gewinn eine Putzfrau für die Wohngemeinschaft finanzieren. Denn da er immer kochte, war ihm das ganze Aufräumen im Nachhinein zu viel. Einen anderen Teil will er bei Turnieren der Workd Series of Poker in Las Vegas einsetzen.

Langrock verdient seinen Lebensunterhalt mit Pokern, spielt im Internet und im Kasino. Dies habe ihm bei seiner Nervosität geholfen. "Wenn du in so einem Turnier mitspielst, wo dann auch viele Kameras um dich rumstehen und es auch um viel Geld geht, dann lernst du, mit dem Druck umzugehen, und Entscheidungen zu treffen, bei denen es wirklich um viel Geld geht."

Hier geht es zur Infostrecke: Diese Fragen musste Sebastian Langrock bei WWM beantworten

(das)