Nur noch drei im Jahr Warum das ZDF jetzt weniger Pilcher-Filme zeigt

Mainz · Das ZDF lässt in diesem Jahr weniger „Rosamunde Pilcher“-Filme als früher drehen. Erst kürzlich hatte der Sender auch das Ende von Krimiserien wie „SOKO Hamburg“, „Letzte Spur Berlin“ und des People-Magazins „Leute heute“ bekannt gegeben. Das sind die Gründe.

 Das Sendezentrum des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF).

Das Sendezentrum des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF).

Foto: dpa/Sebastian Gollnow

„Derzeit werden für drei neue Pilcher-Filme die Dreharbeiten ab Ende März vorbereitet“, teilte ein Sprecher des Senders der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag mit. Zuerst hatte „Bild“ über die Reduktion der Filme „von ursprünglich fünf auf drei im Jahr“ berichtet. Auch die „Inga Lindström“-Filme stehen laut „Bild“ auf dem Prüfstand. Die Pilcher-Filmreihe mit bislang fast 170 Filmen im ZDF gibt es seit fast 30 Jahren. Sie beruht lose auf Romanen der britischen Autorin Rosamunde Pilcher (1924-2019) und wird meist im südenglischen Cornwall gedreht.

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Viele Millionen Rundfunkbeitrag-Euro sollen beim ZDF künftig dafür verwendet werden, Sendungen für Menschen zu produzieren, die das Zweite bisher kaum erreicht. Das Ganze heißt als Strategieprozess „Ein ZDF für alle“. Dadurch sollen jüngere Zielgruppen erreicht werden. Vor diesem Hintergrund waren in den vergangenen Tagen schon das Ende von Krimiserien wie „SOKO Hamburg“, „Letzte Spur Berlin“ und des People-Magazins „Leute heute“ bekannt geworden.

Ob es dauerhaft bei drei Pilcher-Filmen pro Jahr bleiben soll, ist offen. Die Planung für 2024 sei „im Gespräch“, teilte das ZDF nur mit. Die sonntägliche „Herzkino“-Reihe bekommt indes neue Filme wie etwa „Unter'm Apfelbaum“ oder die Mitte März erstmals im Programm auftauchende Reihe „Familie Anders“, wie der Branchendienst „DWDL.de“ berichtete. „Auch „Dr. Nice“ und „Hotel Barcelona“ werden in den kommenden Monaten neu am Sonntagabend beheimatet sein.“

(zim/dpa)