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Worauf wir uns an Ostern im Fernsehen freuen

Worauf wir uns an Ostern im Fernsehen freuen

Sechs Redakteure und Mitarbeiter unserer Zeitung erklären, was ihr filmischer Höhepunkt im diesjährigen Osterprogramm ist.

Wer beim Zappen in "Pulp Fiction" gerät, ist selbst schuld. Quentin Tarantinos Meisterwerk von 1994 gehört zu den Filmen, bei denen man immer, absolut immer hängenbleibt. Dabei lohnt es sich unbedingt, diese genial-großartige Thriller-Groteske von Anfang an zu sehen. Nur so erschließt sich nämlich der dramaturgische Kunstgriff Tarantinos — die Geschichte als mehrfache Zeitschleife zu erzählen, so dass zwischenzeitlich gestorbene Figuren am Ende nochmal auftreten dürfen. "Pulp Fiction" ist avantgardistisches Popcorn-Kino, ein unterhaltsames Ungetüm, das Legionen von Regisseuren inspirierte, dem gerade 50 gewordenen Meister nachzueifern, tarantinoesker zu sein als Tarantino selbst. Klappt natürlich nicht. Nur noch zehn Jahre lang will Tarantino Filme drehen, sagt er. Wer überzeugt ihn davon weiterzumachen? Jörg Isringhaus

"Pulp Fiction", Vox, Sa., 22.05 Uhr

(RP)