1. Panorama
  2. Fernsehen

"Wer wird Millionär": Ronald Tenholte über seinen Millionen-Gewinn bei Jauch

„Wer wird Millionär“-Champion Ronald Tenholte : „Mein Herz geht auf, wenn ich Europaletten sehe“

Mit der Antwort auf die Frage, aus wie vielen Brettern eine Europalette besteht, räumte Ronald Tenholte bei „Wer wird Millionär“ am Dienstag eine Million Euro ab. Im Interview spricht der Kölner über seinen veränderten Blick auf Europaletten und ob Günther Jauch zu seiner Hochzeitsfeier eingeladen wird.

Endlich war es mal wieder soweit: Nach etwas mehr als vier Jahren ohne Hauptgewinn, wurde bei der RTL-Quizsendung „Wer wird Millionär“ am Dienstagabend wieder die Millionenfrage richtig beantwortet. Ronald Tenholte (35), der in der Kölner Südstadt die Smoothie- und Saftbar „Kaltpresse“ führt, wurde am Dienstagabend zum zehnten Millionär in der 20-jährigen Geschichte der Kultsendung mit Moderator Günther Jauch. Auf die Millionenfrage „Die klassische, genormte Europalette EPAL 1 besteht aus 78 Nägeln, neun Klötzen und insgesamt wie vielen Brettern?“ wusste er die richtige Antwort: Es sind elf Bretter.

Herr Tenholte, herzlichen Glückwunsch zum großen Gewinn: Haben Sie nun einen veränderten Blick auf die sonst so gewöhnlichen Europaletten?

Tenholte Absolut. Ich sehe jetzt überall Europaletten! Mein Herz geht regelrecht auf, wenn ich eine sehe – und das wird sich für den Rest meines Lebens vermutlich auch nicht mehr ändern. Es ist schon ein sehr cooles Gefühl, dass man mit einem ganz normalen Alltagsgegenstand nun den Gewinn von einer Million Euro assoziiert.

In Ihrem Betrieb haben Sie sicherlich öfters mit Europaletten zu tun?

Tenholte Ich habe erst gestern die letzte Palette für meine Smoothie- und Saftbar leer geräumt. Generell habe ich eigentlich jeden zweiten Tag mit ihnen zu tun. Dass ich ausgerechnet diese Millionenfrage gestellt bekomme, hatte natürlich auch viel mit Glück zu tun.

Sie hatten bei der Millionenfrage keinen Joker mehr über und waren sich, trotz langer Bedenkzeit, nicht zu 100 Prozent sicher. Hatten Sie keine Angst auf 16.000 Euro zurückzufallen?

Tenholte Ich habe versucht, ohne Joker bis zur 16.000-Grenze zu kommen – schon da hatte ich ein bisschen Glück, dass mir die Fragen gelegen kamen und ich viel wusste. Ab da hatte ich die Perspektive: Egal, was passiert, du gehst als Gewinner aus dem Abend heraus. Die Herangehensweise finde ich besser, als bei jeder Frage auszurechnen, wie viel man verlieren könnte. So geht man viel mutiger und natürlich auch mit mehr Risikobereitschaft vor. Das hat sich am Ende zum Glück gelohnt.

Sie waren bereits 2016 und 2018 im Studio bei „Wer wird Millionär“, haben es damals aber jeweils nicht über die Auswahlrunde auf den Kandidatenstuhl geschafft. Was lief diesmal besser?

Tenholte Ich würde sagen aller guten Dinge sind drei (lacht). Schon damals habe ich mich im Vorfeld der Sendungen intensiv vorbereitet. Damals hat es leider noch nicht geklappt, das vermehrte Wissen habe ich aber natürlich immer mitgenommen. Generell begleitet mich die Sendung schon mein ganzes Leben lang. Und diesmal hat einfach alles gestimmt.

Sie haben während der Sendung – gemeinsam mit Günther Jauch – schon ein wenig über die Verwendung des Geldes gesprochen. Bleibt es bei der angekündigten Hochzeit mit Ihrer Verlobten und dem Kauf eines Elektroautos?

Tenholte Wir werden dieses Jahr auf jeden Fall heiraten, das steht fest. Und da hilft das Geld für eine schöne Feier. In der aktuellen Krise durch die Verbreitung des Coronavirus kann man aber natürlich nicht viel länger als eine Woche planen. Daher warten wir die nächste Zeit erstmal ab. Auch das Elektroauto reizt mich weiterhin. Mal sehen, ich möchte jetzt auch nicht kopflos loslaufen und mein Geld verprassen. Ich freue mich einfach, dass ich mein Leben jetzt so frei und unbeschwert gestalten kann, wie ich das möchte. Das war vor dem Geldgewinn zwar auch schon in Teilen möglich, aber nun kann ich an den ein, zwei Schräubchen drehen und es noch besser machen.

Bleibt es bei der Einladung von Günther Jauch zur Hochzeit mit Ihrer Verlobten?

Tenholte Wenn er es zeitlich einrichten kann, haben wir selbstverständlich zwei Stühle für ihn und seine Begleitung frei.

Wird man Sie denn nun überhaupt noch in der „Kaltpresse“ in Köln antreffen, wenn sie nach der Corona-Krise wieder geöffnet sein darf?

Tenholte Definitiv wird man das. Der Laden ist mein Baby und eine absolute Herzensangelegenheit. Ich habe die vergangenen fünf Jahre viel Arbeit hineingesteckt, kaum Urlaub genommen und liebe meine Arbeit. Das werde ich auf keinen Fall aufgeben.