Wer wird Millionär? - Publikums-Special: Publikum trägt Jauch huckepack

"Wer wird Millionär?" : Kölner im Leoparden-Look trägt Günther Jauch huckepack

Am Rosenmontag standen zehn leere Stühle im "Wer wird Millionär?"-Studio. Denn Günther Jauch moderierte das Publikums-Special – mit Zufalls-Kandidaten und drei Telefonjokern.

Am Rosenmontag standen zehn leere Stühle im "Wer wird Millionär?"-Studio. Denn Günther Jauch moderierte das Publikums-Special — mit Zufalls-Kandidaten und drei Telefonjokern.

Das Spielprinzip

Jeder aus dem Publikum hätte bei dieser Show zum Kandidaten werden können. Erst kurz vor der Aufzeichnung der Sendung hatte WWM-Reporter Thorsten Schorn einige Zuschauer in einem verdeckten Kandidaten-Casting ausgewählt. Als Telefonjoker standen Sportjournalist Frank Buschmann, Moderatorin Katja Burkard und WWM-Millionär Ralf Schnoor zur Auswahl.

Kandidat 1: Ein Kölner im Leoparden-Sakko

Mit Hut, Hornbrille und Thomas-Gottschalk-Gedächtnis-Sakko setzte sich Markus Ecker (47) auf den Ratestuhl. Sein Leopardenkostüm passte perfekt in die Karnevalsausgabe, und der Bibliothekar aus Köln zeigte gleich ein jeckes Talent: Ecker konnte die eigene Nase mit der Zunge berühren. Jauch, der nach eigener Aussage "einen Hang zum Unterbiss" hat, gelangte nicht einmal bis über die Oberlippe. Es wurde viel geredet und wenig geraten.

Den ersten Joker zog der Kölner dann für die 4000-Euro-Frage: "Was wird hierzulande häufig in den Größen 40 bis 70 angeboten?" A) Trauringe B) Kondome C) Kontaktlinsen oder D) Tischdecken? 54 Prozent des Publikums wussten, dass es sich um die Größe von Trauringen in Millimetern handelt. Bei der nächsten Frage gestand Markus Ecker: "Ich bin Bibliothekar, aber ich lese keine Bücher." Es ging um eine Jugendbuchreihe, die sich regelmäßig in den Bestsellerlisten befindet. Der Zusatzjoker riet ihm zu "Die drei ??? Kids" - und bescherte ihm 8000 Euro.

"Sonst schaut er nur Bildungs-Fernsehen", sagte Eckers Begleiterin fast entschuldigend, als der Bibliothekar ohne Joker wusste, dass Dschungelcamp-König Peer Kusmagk seine Lebenspartnerin in der Trash-Show "Adam sucht Eva" kennengelernt hatte. Immerhin 32.000 Euro war dieses Wissen wert. Er scheiterte schließlich an der 125.000-Euro-Frage: "Blauklappenflöter und Pitohuis zählen zu den wenigen bekannten Vögeln, die... A) giftig sind B) Kiemenatmung betreiben C) die Eiszeit überlebt haben oder D) lebend gebären? Auch Telefonjoker Ralf Schnoor wusste nicht, dass die Vögel giftig sind. Der Kölner verließ die Show mit 64.000 Euro — aber nicht ohne den Klamauk auf die Spitze zu treiben.

Am Rosenmontag ließ es sich Moderator Günther Jauch nämlich nicht nehmen, frisches Kölsch zu servieren. Anschließend kokettierte der Moderator damit, schon von nur einem Kölsch leicht angeheitert zu sein. Als Vorsichtsmaßnahme schüttete Jauch das halbe Bier über sein Hemd. Nachdem der Kandidat das Spiel beendet hatte, ließ sich Jauch von Markus Ecker huckepack durch das Studio tragen.

Der Schütze und dreifache Vater Toni Patenkordt (55) aus Paderborn folgte. Der sympathische Ostwestfale machte sich beim Kölner Publikum gleich etwas unbeliebt: "Wir Ostwestfalen haben es nicht so mit Karneval", sagte der Sparkassen-Mitarbeiter, der problemlos durch die ersten Fragen kam. Dank ihm lag der Fokus wieder mehr auf dem Wortteil "Quiz", als auf "Show". Ausgerechnet Katja Burkard rief er dann an, als es um das Gemälde "Der Kuss" ging.

Die RTL-Moderatorin wusste, dass es sich beim "Kuss" um eines der bedeutendsten Werke von Gustav Klimt handelt. Die Ironie aber lag in den Antwortmöglichkeiten Fluss, Kuss, Schuss oder Nuss — denn Burkard ist für ihr Lispeln bekannt. Für 32.000 Euro wollte Jauch wissen, welches Instrument die Papageno-Pfeife aus Mozarts "Zauberflöte" ist. Oboe, Klarinette, Panflöte oder Posaune? Risikobereit tippte Papenkordt auf Panflöte und wurde belohnt.

Der Ostwestfale Toni Patenkordt scheitert an der 125.000 Euro Frage. Foto: screenshot RTL

Dass es sich um den Brexit handelt, wenn von "Artikel 50" die Rede ist, wusste er ohne Hilfe. Patenkordt sicherte sich 64.000 Euro, scheiterte zuletzt aber an der 125.000-Euro-Frage: Wer belegte bei seiner Gesellenprüfung von 600 Lehrlingen nur den 598. Platz? Es war Starfriseur Udo Walz.

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