Wer wird Millionär? mit Günther Jauch: Kandidatin scheitert an 50-Euro-Frage

Günther Jauchs "Wer wird Millionär?" : Wie eine Kandidatin an der 50-Euro-Frage scheiterte — und die andere an der Million

Es war eine der bemerkenswertesten Sendungen in der Geschichte von "Wer wird Millionär?". Eine Kandidatin schied nach nur 45 Sekunden aus – die Kandidatin vor ihr wiederum saß ziemlich lange mit Günther Jauch zusammen und stieg erst bei der Frage um ein Million Euro aus.

Es war eine der bemerkenswertesten Sendungen in der Geschichte von "Wer wird Millionär?". Eine Kandidatin schied nach nur 45 Sekunden aus — die Kandidatin vor ihr wiederum saß ziemlich lange mit Günther Jauch zusammen und stieg erst bei der Frage um ein Million Euro aus.

Tanja Fuß und Christina Werth waren beide in der am Montagabend bei RTL ausgestrahlten Sendung von "Wer wird Millionär?" zu Gast. Das dürfte es aber fast schon gewesen sein mit den Gemeinsamkeiten der beiden Damen. Denn während die eine, Werth, mit 500.000 Euro nach Hause ging, bekam die andere keinen Cent.

Fuß musste zum Einstieg eine 50-Euro-Frage beantworten. "Seit jeher haben die meisten... A) Dober Männer, B) Cocker Spaniels, C) Schäfer Hunde, D) Riesen Schnauzer." Statt sich für Antwort C) zu entscheiden, dass die meisten Schäfer Hunde haben, um ihre Schafe zu hüten, geriet die 20-Jährige auf den absoluten Holzweg — und selbst Günther Jauch konnte die Mode-Studentin nicht mehr retten. Sie war der Ansicht, dass die meisten Riesen Schnauzer haben. Zweimal hakte der Moderator nach, ob sie definitiv D) nehmen würde. Die Studentin ließ sich trotz kurzer Nervosität nicht belehren und loggte die falsche Möglichkeit ein.

Nachdem Jauch sich noch über die Rekord-Kandidatin (noch nie war jemand nach 45 Sekunden raus) amüsiert hatte, klärte Fuß über die Beweggründe ihrer Teilnahme auf. "Mein Freund Andreas wollte teilnehmen und ich habe mich als Unterstützung zum Spaß auch beworben und bin es denn halt geworden", sagte sie der "Bild". Dass sie keinen Cent gewonnen hat, ärgerte sie da schon nicht mehr. "Es war eine tolle Erfahrung und ich habe die Herzen des Publikums gewonnen." Den Hauptgewinn habe sie ja ohnehin schon: ihren Freund.

Deutlich weiter als bis zur ersten Frage kam zuvor die Kandidatin Christina Werth. Sie spielte bis zur Frage um eine Million Euro, nervte allerdings das Publikum ein wenig, vor allem bei der vorletzten Frage. Nachdem sie die 125.000-Euro-Frage ("Was ist 91 Meter hoch und hat die Inschrift 18. Oktober 1913?" — richtige Antwort: das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig) mit Hilfe des 50:50-Jokers richtig beantwortet hatte, wurde sie befragt, wo man eine Glabella finden könnte. Ihre Antwort-Möglichkeiten: A) in Entenhausen, B) auf einem Notenblatt, C) an einer Gletscherzunge oder D) zwischen den Augenbrauen.

Werth bat das Publikum zunächst nur dann zu antworten, wenn man sich auch wirklich sicher sei, dass man die Antwort kennen würde. Diesen Rat befolgten allerdings nicht alle der nicht einmal 20 Kandidaten, die abgestimmt hatten: 45 Prozent stimmten für die richtige Antwort D), 55 Prozent für eine der anderen drei Möglichkeiten. Nachdem sich die Kandidatin bei ihrem Telefon-Joker vergewissern wollte, der aber auch nur raten konnte, zockte sie — und lag richtig.

Ohne Joker ahnte sie bei der Million-Frage allerdings schnell, dass sie lieber aufgeben würde, als mit 500 Euro nach Hause zu gehen. Die Frage: "Wenn Tausende Wesselmänner zu sehen sind, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass bald..." Die Antwort-Möglichkeiten: "A) ein Gewitter aufzieht, B) Weihnachten ist, C) gewählt wird oder D) der Papst zu Besuch kommt." Werth tendierte eher zu Weihnachten, wurde nach ihrem Ausstieg und dem Gewinn von 500.000 Euro aufgeklärt, dass Antwort C) richtig gewesen wäre.

Der Begriff der "Wesselmänner" geht auf die Werbeagentur Wesselmann zurück. Die hat in Deutschland ein weitgehendes Monopol auf die 3,70 × 2,90 Meter großen Stellwände, die vor Wahlen aufgestellt werden. Werth, die Jauch anschließend ausgelassen herzte, will das Geld für die Ausbildung ihrer 15 Monate alten Tochter anlegen — und ihrem Mann einen Nasenhaarschneider kaufen.

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(spol)
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