„Wer wird Millionär?“ Kandidatin treibt Jauch zur Verzweiflung – „Wie reden Sie eigentlich mit mir?“

Düsseldorf · Am Montag hat eine Kandidatin aus dem Ruhrgebiet an der Quizshow „Wer wird Millionär?“ teilgenommen und Moderator Günther Jauch beinahe in den Wahnsinn getrieben. Zuvor hatte insbesondere das Publikum reichlich Spaß.

Moderator Günther Jauch und Kandidatin Christine Kurzmann liefern sich einen Schlagabtausch nach dem nächsten.

Moderator Günther Jauch und Kandidatin Christine Kurzmann liefern sich einen Schlagabtausch nach dem nächsten.

Foto: RTL/Stefan Gregorowius

Am Montag (18. Juli 2022) qualifizierte sich die Sozialpädagogin Christine Kurzmann aus Essen mit 5,93 Sekunden bei der Auswahlrunde für die Quizshow „Wer wird Millionär?“ Schon während sie ihren Platz gegenüber von Quizmaster und Moderator Günther Jauch besetzte, fing sie vor lauter Nervosität an, in einer Tour zu quasseln. Als Jauch ihre Begleitung fragte, ob sie immer so viel rede, antwortete diese: „Wenn sie still wird, müssen wir gucken.“ Jauch erlaubte sich einen Spaß und betonte, dass das gar nicht so schlecht wäre.

Doch das war erst der Anfang. Als die 500-Euro-Frage kam, die sich darum drehte, welche Redewendung richtig sei („bekaspern“, „erseppeln“, „vergreteln“ oder „zerhexen“), trieb sie Jauch ein wenig in die Enge und versuchte, die richtige Antwort aus ihm herauszuquetschen. „Wenn ich mit Ihnen verheiratet wär, würd ich alles zerhexen“, kommentierte Jauch spaßhaft. Das alles begann ganz unterhaltsam, wurde im Verlauf der Sendung jedoch ein wenig unangenehm.

Als Kurzmann erneut auf Jauchs Einschätzung drängte, kommentierte dieser schmunzelnd, diese Show heiße nicht „Betreutes Gewinnen“ und sorgte damit für Lacher im Publikum. Darauf antwortete die Kandidatin, ihr sei es egal, wie er seine Show nenne. Jauch: „Wie reden Sie eigentlich mit mir?“

Die Beiden lieferten sich einen Schlagabtausch nach dem anderen und die allgemeine Stimmung schwankte zwischen Entertainment und Fremdschämen. Während sich die Zuschauer zu Hause auf Twitter überwiegend genervt von der Kandidatin zeigten, sahen die Zuschauer im Studio gut unterhalten aus.

Obwohl die Kandidatin grundlegend eine quirlige Person zu sein scheint, fehlte ihr an einigen Stellen das Gespür für die Situation - was sicherlich der Aufregung geschuldet war. Günther Jauch hielt als Fernsehprofi so gut es ging dagegen. Kurzmann nahm 32.000 Euro mit nach Hause. Als sie das Studio verließ, wischte sich Günther Jauch demonstrativ über die Stirn, hielt kurz inne und kommentierte ironisch: „Diese Ruhe.“

(hf)
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