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Tod von Willi Herren: Sat.1 stoppt "Promis unter Palmen"

Kölner war Teilnehmer in TV-Show : Sat.1 stoppt „Promis unter Palmen“ nach Tod von Willi Herren

Der plötzliche Tod von Schauspieler Willi Herren hat zu einer Reihe von Reaktionen geführt. Unter anderem äußerte sich auch Sat.1 und nahm „Promis unter Palmen“ aus dem Programm. Die Show stand schon vor Herrens Tod massiv in der Kritik.

Nach dem Tod von Schauspieler und Schlagersänger Willi Herren wird Sat.1 die verbleibenden Folgen der Reality-Show „Promis unter Palmen“ nicht zeigen. Das teilte der Privatsender am Dienstag auf Anfrage mit. „Wir werden versuchen, einen würdigen Abschluss zu finden“, hieß es. „Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden.“ Willi Herren war in vielerlei Reality-Formaten zu sehen - zuletzt als Kandidat der Sat.1-Show.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass der 45-Jährige („Lindenstraße“) tot in seiner Wohnung im Kölner Stadtteil Mülheim gefunden wurde. Es laufen Ermittlungen zu den Todesumständen.

Bei „Promis unter Palmen“ geht es darum, dass Prominente in einer Villa in Thailand zusammen wohnen und gegeneinander antreten. Sie wählen nach und nach Bewohner raus. Die ganze Sendung wurde Mitte April aufgezeichnet.

Was geschah zum Start der zweiten Staffel? Kandidat Prinz von Anhalt, gelernter Metzger und gegen Geld von Frédéric Prinz von Anhalt adoptierter früherer Bordellbesitzer, hatte Frauen auf ihr Aussehen reduziert und war Dragqueen Katy Bähm, hinter der der Berliner Burak Bildik steckt, homophob angegangen. Unter anderem nannte er schwule Zärtlichkeiten „eklig“, benutzte schwulenfeindliche Schimpfwörter und würdigte gleichgeschlechtlichen Sex herab.

„Wir verstehen eure Entrüstung. Wir haben das lange diskutiert, aber es ist auch ein wichtiges Thema, das nicht verschwiegen werden darf - wie Katy selbst sagt“, rechtfertigte sich Sat.1 am Montag bei Twitter und zitierte Katy Bähm: „Wir brauchen diese Aufklärung auf dieser Welt. Deswegen ist es auch real, was hier passiert ist. Das ist das, was die Community Tag für Tag erlebt.“

(mja/dpa)