The Voice of Germany: Die Jury im Check: Stefanie Kloß hat die Nase vorn

TV-Kritik zu "The Voice of Germany" : Die Coaches im Check: Das "Mädchen" hat die Nase vorn

Samu flirtet, Rea gibt sich fair, Fanta 4 sind auch zu zweit ziemlich cool und Steffi ist die Frau in der Runde. Es ist nicht schwer zu durchschauen, welche Karten die Coaches bei "The Voice of Germany" ausspielen, um die Kandidaten in ihr Team zu locken. Doch wessen Masche funktioniert am besten?

Bei "The Voice of Germany" geht es für die Juroren Samu Haber, Rea Garvey, Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier und Stefanie Kloß von Silbermond darum, die besten Sänger in ihr Team zu holen. Nur so können sie am Ende die Show gewinnen.

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Dabei wendet jeder Coach seine ganz eigenen Tricks an, wie bei den Blind Auditions am Freitagabend wieder zu beobachten war. Wir sagen, welcher Juror den größten Trumpf im Ärmel hat.

Samu Haber, der Charmeur Samu fliegen bei The Voice of Germany alle Herzen zu. Mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen verspricht er jedem Kandidaten: "Ich bin für dich da". Sein gebrochenes Englisch bringt ihm dabei nur zusätzliche Sympathiepunkte ein - zum Beispiel, wenn er den Auftritt von Nick Schäfer, der in der Show den Song "Und wenn ein Lied" von den Söhnen Mannheims sang, mit den Worten "Das war schöne Mannheims" kommentiert. Das Publikum hat Samu auf seiner Seite.

Es war schöne Mannheims. #Samu #TVOG

Rea Garvey, der Chef-Juror Rea war schon in der ersten Staffel dabei und hat zusammen mit Nick Howard als einziger der aktuellen Juroren die Show schon einmal gewonnen. Seine Erfahrung spiegelt sich in der Art, wie er die Kandidaten kritisiert: Er wirkt kompetent und fair. Doch er kämpft auch dafür, die besten Sänger für sein Team zu gewinnen. Wenn sich ein Kandidat nicht für ihn, sondern für Jury-Kollegin Steffi entscheidet, scheint ihn das besonders zu ärgern.

Dein Team ist das Beste? @ReaGarvey bleib mal aufm Teppich!;-) #tvog #teamsteff

Steffi, die Frau in der Runde Stefanie Kloß von Silbermond ist die jüngste der Coaches - und die einzige Frau. Während die zurückhaltende 29-Jährige beim Publikum oft weniger gut ankommt als ihre stets zu Scherzen aufgelegten Jury-Kollegen, kann sie mit ihrer ruhigen Art bei den Sängern punkten. Sie spielt am liebsten die "Ich-bin-eine-Frau-und-deshalb-weiß-ich-wie-du-dich-fühlst-Karte" aus. Das funktionierte am Freitag sogar bei Rocker Jacko Zievernik, der sich nach seinem Auftritt für "das Mädchen" entschied.

Fanta 2, die erfahrenen Junggebliebenen Michi Beck und Smudo (sitzt immer rechts im Drehstuhl) von den Fantastischen Vier machen, wie sie selbst gern betonen, schon seit 25 Jahren gemeinsam Musik. Die beiden wissen also, wie der Hase läuft - und eigentlich könnte man denken, die Fantas wären viel zu cool für Quoten-Fernsehen. Sind sie nicht. Vielmehr fühlen sie sich unter ihren Jury-Kollegen offensichtlich wohl. Und scheuen sich auch nicht, Emotionen zu zeigen: Smudo war von dem Auftritt von Sequoia LaDeil mit "She`s always a Woman" so ergriffen, dass ihm die Tränen kamen. Der Sänger ging trotzdem zu Steffi ins Team.

"Die Frau ist stark"

Doch welche Masche zieht denn nun am besten bei den Kandidaten? Am Freitag jedenfalls hatte Steffi die Nase vorn. Sie gewann drei neue Sänger für ihr Team, ihre männlichen Jury-Kollegen jeweils nur zwei. Und auch in den vorherigen Shows konnte Steffi mit ihrer Art schon punkten.

Vielleicht hat Samu die Lage schon in der ersten Folge richtig erkannt, als er seinem Jury-Kollegen Rea in einer Pause die Worte "Die Frau ist stark" zuraunte. Wer The Voice of Germany gewinnen will, sollte jedenfalls nicht den Fehler machen, Steffi zu unterschätzen.

Am kommenden Donnerstag geht es um 20.15 Uhr bei Pro Sieben mit The Voice of Germany weiter. Vielleicht probieren die Coaches ja dann mal eine andere Masche aus, um die Talente für sich zu gewinnen. Nur "das Mädchen" kann sich wohl entspannt zurücklehnen. Bisher hat Steffi in der Show die Nase vorn.

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(lsa)
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