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"The Masked Singer": Wer hat gewonnen? Tom Beck gewinnt als Faultier

Großes Finale bei ProSieben-Show : Das Faultier gewinnt „Masked Singer“ - aber Stefan Raab war es nicht

Die zweite Staffel der Erfolgsshow „Masked Singer“ ist am Dienstagabend zu Ende gegangen. Das Faultier siegte, doch viel interessanter als der Sieger war natürlich die Tatsache, welcher Promi unter den Kostümen steckte.

Am Dienstagabend lief auf ProSieben das spektakuläre Finale der Erfolgsshow „The Masked Singer“. Dabei wurden die Identitäten der letzten vier Prominenten aufgedeckt. Als Sieger der zweiten Staffel setzte sich Tom Beck als Faultier durch.

Am Ende war es beim Faultier nur noch pure Ekstase. Der frisch gekürte Sieger der zweiten Staffel von „The Masked Singer“ warf sich vor Freude auf den Boden, stand wieder auf, warf die Hände in die Luft und umarmte den im Finale unterlegen Wuschel – dank naheliegender Maskenpflicht war dieses Maß an Körperkontakt auch in Corona-Zeiten für einen Moment erlaubt.

Noch spannender als die Verkündung des Siegers, war die finale Enthüllung der Promis unter den Masken. Nach der Pokalübergabe des Vorjahressiegers Max Mutzke, enthüllte das Faultier als letzter Teilnehmer sein Geheimnis. „Danke an alle, die für mich gestimmt haben“, jubelte Schauspieler Tom Beck. „Und sorry, dass ich nicht Stefan Raab bin.“ Glückwünsche gab es dann auch vom kurz zuvor demaskierten Wuschel, unter dem Popsänger Mike Singer steckte.

Eröffnet wurde der Finalabend passend mit einer Gruppen-Performance zum Titelsong des Musicalfilms „The Greatest Showman“. Moderator Matthias Opdenhövel übernahm die Rolle des Showman, die im Film von Hugh Jackman gespielt wird, und ließ sich für diese Eröffnungsshow sogar zu einem kurzen Gesangspart hinreißen.

Den Rest der Eröffnung übernahmen die eigentlichen „Experten“. Bis auf die „Kakerlake“ Angelo Kelly, der bei seiner Familie in Irland weilt, zeigten die vier Finalisten und die fünf zu diesem Zeitpunkt bereits demaskierten Promis eine fulminante Show. Gesangliche Unterstützung bekamen sie bei ihrer Performance von Jurymitglied Rae Garvey und Titelverteidiger Max Mutzke, der im Vorjahr als „Astronaut“ die erste Staffel der Sendung gewann. Der Sänger komplettierte dann auch die Jury für das Finale.

In der ersten Finalrunde gaben die vier Finalisten (Drache, Hase, Wuschel, Faultier) jeweils einen Song zum Besten. Der Hase bewies zum Start „Great Balls of Fire“ (Jerry Lee Lewis) und konnte damit sogar Dauer-Kritiker Rae Garvey zum Mitwippen bewegen. Der Drache zeigte mit „Wonderful Life“ von Sänger Black, dass er wohl die beste Stimme dieser Staffel hat. Auch das Faultier erntete für seine Faultier-Hymne „The Lazy Song“ (Bruno Mars) viel Lob von der Jury. Das Finalfeld komplettierte der kuschelige Wuschel mit Frank Sinatras Klassiker „My Way“.

Von den Zuschauern bekam der Hase die wenigsten Stimmen und musste sich demaskieren – dabei bescherte er der Jury und den TV-Fans die erste große Überraschung des Abends. Denn mit RTL-Moderatorin Sonja Zietlow („Dschungelcamp“) unterm Hasenkostüm hatten wohl die Wenigsten gerechnet. „Als ich angefragt wurde, habe ich gedacht, ich zeig denen jetzt, dass ich singen kann. Und dann habe ich gemerkt, du kannst gar nicht singen“, erklärte sie lachend. „Deshalb musste ich das mit meiner Performance ausgleichen.“ Das hat die 42-Jährige mit ihrer liebevollen Art den Hasen zu verkörpern definitiv geschafft und sich den vierten Platz der Staffel verdient.

Auch nach der zweiten Runde staunte die Jury nicht schlecht, als der gesangstarke Drache seine Maske lüftete und Musiker Gregor Meyle zum Vorschein kam. Dabei ging es weniger um die Enthüllung seiner Identität, die zuvor von allen drei Juryteilnehmern richtig erraten wurde, sondern mehr um seine überraschenden Aussagen nach der Demaskierung: „Ich war der Grund für die zweiwöchige Pause der Sendung, weil ich an Corona erkrankt war“, erklärte Meyle. Er habe sich zum Glück gut von der Krankheit erholt und konnte die Show bis zum Finale durchziehen.

Zuvor hatten sich der Wuschel („Durch den Monsum“ von Tokio Hotel) und das Faultier („Say you won't let go" von James Arthur) für das Finale qualifiziert. Dort sangen die beiden maskierten Promis ihre Lieblingslieder der Staffel. Der Wuschel wählte den Gänsehaut-Song „Naked“ von James Arthur, das Faultier schmetterte „Kiss“ von Prince.

Am Ende begeisterte das Faultier die Zuschauer etwas mehr und setzt sich als Sieger der zweiten Staffel durch. Lange warten müssen die vielen Fans der ProSieben-Sendung nicht. Bereits im Herbst soll es mit der nächsten Staffel weitergehen.

+++„Masked Singer“ geht ins Finale+++

Die Show „The Masked Singer“ hat ein geniales Konzept, das sie himmelweit von anderen Formaten unterscheidet. Es besteht darin, dass man - ganz banal - vor der Ausstrahlung nicht weiß, welche Promis ProSieben zur Teilnahme überredet hat. Sie werden in riesige Kostüme gesteckt, singen - und erst, wenn der Zuschauer den Daumen senkt, müssen sie die Maske ablegen. Der Reflex, den man von anderen Formaten mitunter kennt („Och nö, nicht der schon wieder!“), wird einfach ausgeknipst. Das lässt Träumereien zu. Selbst der Papst könnte in einem übergroßen Faultierkostüm stecken. Oder Stefan Raab.

Gewissheit wird man am Dienstagabend (28. April, 20.15 Uhr, ProSieben) haben - und womöglich alle Träume begraben müssen. Im Finale sollen die Masken der vier verbliebenen Kandidaten fallen.

Raab, langjähriger Fernsehzampano („TV total“, „Schlag den Raab“, „Wok-WM“), ist dabei die wildeste Spekulation, die in der aktuellen Staffel auf dem Markt ist. Seit Wochen fällt sein Name in den sozialen Netzen, wenn das Faultier auf die Bühne schlurft und eine seiner musikalischen Gala-Vorstellungen hinlegt. Zuletzt zelebrierte es geradezu singend und rappend den Song „See You Again“. Vollblutmusiker Raab wäre das zutrauen, er hat sich aber vor Jahren vom Bildschirm zurückgezogen. Ein Comeback wäre eine echte Sensation.

Nimmt man die bisher enttarnten Promis als Richtschnur, wäre der Metzgersohn aus Köln auch die mit Abstand größte Nummer, die „Masked Singer“ in diesem Jahr zu bieten hat. Auch größer als der bisherige Staffelhöhepunkt, bei dem der 84 Jahre alte Dieter Hallervorden aus einem Chamäleon-Kostüm schlüpfte und sagte: „Vor euch steht also ein Mitglied der Risikogruppe.“ Wegen Corona-Fällen im Team hatte die Show zeitweise pausiert. Am anderen Ende der gefühlten Promi-Skala muss man wohl die ehrbare Schauspielerin Rebecca Immanuel (49, „Edel & Starck“) verorten. Selbst, als sie ihre Maske abgelegt hatte, wussten einige Zuschauer nicht recht, um wen es sich handelt.

Im Grunde ist es aber auch egal, wer genau am Ende aus den bisweilen albernen Kostümen schlüpft. Das kollektive Kopfzerbrechen ist das große Plus der Show, die erneut blendende Quoten einfuhr. Am Freitag kündigte ProSieben schonmal die dritte Staffel an. Sie soll bereits im Herbst 2020 starten.

Noch ein kurzer Blick auf den verbliebenen, aktuellen Jahrgang: Im Rennen - und wohl Favorit - ist das besagte Faultier, dem der Name Raab angedichtet wird. Das Rateteam im Studio brachte zuletzt auch Schauspieler Tom Beck und den deutsch-spanischen Popsänger Álvaro Soler ins Spiel. Immer wieder fiel zudem der Name von Musiker Sasha.

Ähnlich durcheinander gehen die Tipps für den Hasen, unter dem sich - nach allem, was man weiß - die einzige Frau im Finale verbirgt. Heiß gehandelt wird seit Wochen Komikerin Martina Hill („Knallerfrauen“). Jurorin Ruth Moschner hatte zuletzt eine weitere Idee anzubieten: Moderatorin Sonya Kraus. Grund: Das Langohr deutete eine Verbindung zur Comedy-Show „Genial daneben“ an, in der Kraus auftritt. Oder ist es Kollegin und „ZDF-Fernsehgarten“-Moderatorin Andrea Kiewel?

Hinter dem singenden Flokati-Knubbel Wuschel wird gemeinhin ein jüngerer, männlicher Sänger vermutet. Ganz hoch im Kurs stehen Wincent Weiss und Teenie-Idol Mike Singer. Das würde passen, denn der Wuschel, der die Show unter dem Fell offenbar sitzend auf einer Art Bürostuhl bestritt, scheint eine Affinität zu den sozialen Netzen wie Instagram zu haben. Darauf deuten die Indizien hin.

Als vierter Finalist geht der Drache ins Rennen, der wegen seiner guten Stimme als gefühlter Favorit gestartet war. Zuletzt ließ er allerdings Federn - oder besser: Schuppen - gegen das Faultier. Viele Zuschauer und auch Kollegen glauben, dass es sich um Profi-Musiker Gregor Meyle handeln könnte. Wie es das Schicksal will, wurde er einst in einer alternativen Casting-Show entdeckt. Von Stefan Raab.

+++Chamäleon muss im Halbfinale raus +++

Ist er es oder ist er es nicht? Im Halbfinale von „The Masked Singer“ musste sich das Chamäleon verabschieden. Der Promi, der unter der Verkleidung steckte, war jemand, dessen Name von Show zu Show immer wieder fiel und den letztendlich auch die Zuschauer vermuteten.

Während Ruth Moschner und Gast-Juror Conchita Wurst auf Ingo Appelt beziehungsweise Michael Kessler setzten, lag Rea Garvey richtig: „Es soll so sein, es ist Didi.“ Und Tatsächlich steckte unter dem Chamäleonkopf der 85-jährige Dieter Hallervorden. „Das ist die größte Ehre, dass Sie hier mitgemacht haben“, ruft eine sichtlich überraschte Ruth Moschner.

Im Finale von „The Masked Singer“ sind damit:

  • der Drache
  • das Faultier
  • der Wuschel
  • der Hase

Zunächst treten die beiden Reptilien, Drache und Chamäleon, im Duell gegeneinander an. Der Drache interpretiert wieder das Lied „Beautiful“ von Christina Aguilera - vielleicht um den stämmigen Kerl zu verbergen, der sich im Kostüm versteckt? Ruth Moschner setzt deswegen auf Henning Baum. Auch wenn sie nicht wisse, ob er tatsächlich singen könne. Der Drache kann es und setzt sich gegen das Chamäleon mit „Disco“ in der französischen Version durch.

Dann folgt der Dreikampf: Wuschel gegen Hase gegen Faultier. Der Wuschel singt „Valerie“ und klingt dabei gewohnt jung. Dazu noch der Hinweis „Ich freue mich über jedes Like“: Ein YouTuber oder Instagrammer?, rätselt das Rateteam. Daniele Negroni, sagt Rea. Mike Singer, meint Ruth Moschner. Wincent Weiss, ist sich Conchita Wurst sicher.

Der Hase singt eine quirlige Version von „It’s in his Kiss“ und malt einem Foto von Rea Garvey nebenbei Hasenohren - dass er kein „Fan“ sei, hatte er in vergangenen Shows bereits gesagt. Hat er vielleicht deshalb bereits eine Ahnung, wer sich als Hase verkleidet? „Kennen wir uns?“, fragt er sicherheitshalber. Die Antwort bleibt vage: „Ich kenne dich“, sagt der Hase. Enie van de Meiklokjes, vermutet Conchita Wurst. Vielleicht Andrea Kiewel, mutmaßt Ruth Moschner. Und Rea Garvey vermutet Martina Hill im Kostüm.

Das Faultier, die Wundertüte bei der diesjährigen Staffel, tritt als letztes auf mit „See You Again“ und performt mit Kopfstimme und Rap-Einlage. Das Faultier ist zwar sicher weiter und im Finale, aber das Rateteam tappt im Dunkeln. Rea Garvey glaubt weiterhin, dass sich Stefan Raab da kostümiert hat, Ruth Moschner denkt, es könnte Schauspieler Tom Beck sein, der sich neu erfinden will und Conchita Wurst schließt auf Sänger Alvaro Soler, der anscheinend eine Freundin in Madrid hat, „die er wiedersehen will“.

Runde zwei eröffnet das Faultier mit einer launigen Interpretation von „Blame it on the Boogie“ - ein paar Mal musste es dann doch nach Luft schnappen. Danach folgt der Wuschel mit „Treat you better“. Das Rateteam setzt auf Wincent Weiss (Rea), Simon Pearce (Ruth) und Mike Singer (Conchita). Zum Schluss singt der Hase „Close to You“. „Ich bin so verwirrt“, sagt Ruth Moschner. Dennoch ist sie sich sicher, dass Sonya Krauss („Kraussi-Mausi“) sich als Hase verkleidet hat. Ob sie Recht hat, erfährt Ruth Moschner erst im Finale, denn der Hase und auch der Wuschel wurden von den Zuschauern eine Runde weitergewählt.

Als dann das Chamäleon etwas umständlich den Kopf abnimmt, ist das Rateteam für einen kurzen Moment sprachlos. „Wie kann man mit 85 so rumhüpfen, das geht nicht, sagt Ruth Moschner. „Das sind 30 Prozent gute Gene, 40 Prozent Ernährung und 30 Prozent Bewegung“, antwortet Dieter Hallervorden. Der galt zwar von Anfang an als möglicher Kandidat, so richtig glauben, konnte es aber niemand aus dem Rateteam. „Hier steht eine Legende auf der Bühne“, sagt Ruth Moschner, bevor das Chamäleon aka Didi Hallervorden ein letztes Mal auftritt und zu „Disco“ das Tanzbein schwingt.

+++Caroline Beil kann sich nach „Masked Singer“ Musikkarriere vorstellen+++

Moderatorin und Schauspielerin Caroline Beil kann sich nach ihren gesanglich überraschenden Auftritten in der Show „The Masked Singer“ eine Musikkarriere vorstellen. „Ja, warum nicht. Ich bin grundsätzlich für alles offen und liebe es, zu singen“, sagte die 53-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Köln. „Wenn sich etwas ergeben würde, wäre ich natürlich froh. Geplant ist es gerade nicht, aber: Schauen wir mal!“

Beil, Tochter des Trompeters Peter Beil und einst mit dem Sat.1-Boulevardmagazin „Blitz“ bekanntgeworden, war am Dienstag aus der ProSieben-Show ausgeschieden. Maskiert als Roboter hatte sie musikalisch allerdings überzeugt und viele Zuschauer überrascht.

„Ich komme ja aus einer sehr musikalischen Familie. Mein Vater war ja Sänger und die ganze Familie Beil hat immer zusammen gesessen, musiziert und gesungen“, erklärte Beil ihr Talent. „Da habe ich auf jeden Fall eine große Portion vererbt bekommen.“

+++Dieser bekannte Promi steckt unter der Roboter-Maske+++

von Sebastian Kalenberg

Nachdem die ProSieben-Sendung „The Masked Singer“ aufgrund von zwei Corona-Fällen im Produktionsteam eine zweiwöchige Zwangspause einlegen musste, ging die Erfolgsshow mit Moderator Matthias Opdenhövel Dienstagabend weiter. Die sechs verbliebenen Promis unter den Masken – Roboter, Wuschel, Hase, Drache, Chamäleon, Hase – durften also endlich wieder auf die Bühne und ihre Songs performen.

Aufgrund der Corona-Maßnahmen natürlich noch ohne Zuschauer im Studio, dafür aber mit Comedian Bülent Ceylan in der Jury, der sich zum festen Jury-Duo aus Ruth Moschner und Rae Garvey gesellte. Im vergangenen Jahr noch selbst Kandidat in der Premieren-Staffel von „The Masked Singer“, kam Ceylan mit seiner Engels-Verkleidung auf die Bühne und gab seine Metal-Version von Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“ zum Besten: „In der Version wäre es ein Hit geworden“, scherzte Moderator Matthias Opdenhövel.

Das erste Gesangsduell des Abends hatte es gleich in sich. Der Hase musste sich, nach den für ihn vermutlich sehr stressigen Oster-Tagen, direkt mit einem harten Brocken messen – dem Roboter. Der startete mit einer gesanglich einwandfreien Darbietung von „Titanium“ (Sia). Die sonst sowieso immer sehr euphorische Ruth Moschner war das erste Mal an diesem Abend sprachlos. Auch Rae Garvey zeigte sich begeistert und legte sich fest, dass unter der Maske mit Sicherheit eine Profisängerin stecken muss. Helene Fischer? Jasmin „Blümchen“ Wagner? Michael Wendler (der im Zuschauervote immerhin den zehnten Platz belegt)? Egal! Denn am Ende zog der Roboter überraschend den Kürzeren (und wurde am Ende der Sendung demaskiert).

Der Hase setzte sich mit dem Song „Big Spender“ von Shirley Bassey durch. Und das obwohl Rae Garvey – in den vergangenen Wochen bereits oft als Kritiker des Hasen aufgefallen – ein „AntiHase-T-Shirt“ trug. Doch wer steckt unter dem Hasen? Die Tipps variierten von Moderatorin Enie van de Meiklokjes über Komikerin Martina Hill, zu Schwimmerin Franziska von Almsick.