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„The Marvelous Mrs. Maisel“ gewinnt acht Emmys: Wie gut ist die Serie?

Acht Emmys für Comedyserie : Wer ist denn diese „Marvelous Mrs. Maisel“?

Frustrierte Hausfrau wird im New York der 50er Jahre zum erfolgreichen Stand-Up-Comedian: Auf dieser Idee beruht „The Marvelous Mrs. Maisel“, jene Serie, die jetzt acht Emmys holte. Ihre Erfinderin war vor fast 20 Jahren schon für den Erfolg einer anderen Serie verantwortlich.

Von „Game Of Thrones“ ist man gewohnt, dass die Serie bei den Emmys abräumt. Und so holte sie in diesem Jahr gleich neun Trophäen. Für größeres Aufsehen aber sorgte eine Comedyserie, die in Deutschland bisher kaum jemand auf dem Zettel hatte. „The Marvelous Mrs. Maisel“ (deutsch: Die fabelhafte Frau Maisel) kam auf acht Auszeichnungen, darunter in so wichtigen Kategorien wie „beste Comedyserie“, „beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie“, „beste Nebendarstellerin“, „beste Regie“ und „bestes Drehbuch“.

Die fehlende Aufmerksamkeit mag damit zu tun haben, dass die Serie ausschließlich auf „Amazon Prime“ zu sehen ist, dem Streaming-Konkurrenten von Netflix. In deutscher Synchronisation gibt es die Folgen seit Januar 2018. Ausgedacht hat sich die Serie Amy Shermann-Palladino, die schon Anfang der Nuller Jahre riesigen Erfolg mit „Gilmore Girls“ hatte. Amazon überließ also nichts dem Zufall.

Die Serie bietet den Machern Gelegenheit, etwas zu tun, worauf so viele Serien seit „Mad Men“ setzen: weit ins 20. Jahrhundert zurückgehen und eintauchen in die Zeit, mit detailgetreuer Kulisse und schicken Outfits.

Die forsche Miriam Maisel (Rachel Brosnahan) ist eine junge jüdische Hausfrau im New York des Jahres 1958. Sie unterstützt ihren Mann, einen Geschäftsmann, der sich eher wenig erfolgreich auch als Comedian versucht. Dann gesteht er ihr nach vier Jahren Ehe, dass er eine Affäre hat - und verlässt sie. Kurze Zeit später stellt sich Maisel spontan und schwer angetrunken auf die Bühne eines Cafés und beklagt ihre Lage. Der Auftritt gerät so erfolgreich, dass sie nun selbst Stand-Up-Comedian werden möchte. Dass die nicht gerade brave Maisel in den biederen 50ern damit bald gegen Geschmacksgrenzen und Gesetze verstößt, ist abzusehen.

Wer ein Faible für schnelle Dialoge hat, wird diese Serie wahrscheinlich rasch in sein Herz schließen. Amazon hat bereits die dritte Staffel bestellt, noch bevor die zweite überhaupt Premiere feierte. Gelaufen ist bisher erst die erste Staffel, acht Folgen zwischen 45 Minuten und einer Stunde. Wann die zweite startet, ist noch nicht bekannt.

Wer sich nicht gleich einen Amazon-Prime-Zugang zulegen möchte, kann sich die Pilotfolge von „The Marvelous Mrs. Maisel“ kostenlos auf Youtube ansehen.