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"Tatort"​: Packender Abschied von Meret Becker​ - so war der Fall

„Tatort“-Nachlese : Würdiger Abschied von einer tollen TV-Kommissarin

Nach sieben Jahren verlässt Meret Becker den Berliner „Tatort“ in einem sehenswerten Fall mit spektakulärem Finale am Flughafen BER. Was das Duo Karow/Rubin so besonders machte.

Worum ging es: Die Russenmafia ermordet einen verdeckten Ermittler der Polizei und versenkt die Leiche in der Spree. Kurz nach dem Fund nimmt die Ehefrau des Mafiabosses Kontakt zu Nina Rubin (Meret Becker) auf. Sie will ins Ausland flüchten, muss aber vorher für die Polizei Beweismaterial gegen ihren Mann beschaffen. Weil Rubin dies vor ihrem Partner Karow (Mark Waschke) verheimlichen muss, kommt es zum Bruch. Erst kurz vor Schluss versöhnen sich die beiden, doch dann ist es schon zu spät. Rubin stirbt nach einem Schusswechsel auf dem Rollfeld. Karow bleibt allein zurück.

Wie war es: Der Fall „Das Mädchen, das allein nach Haus‘ geht“ ist ein würdiger Abschied für ein besonderes „Tatort“-Ermittlerpaar. Die sensible Rubin und der vermeintlich abgeklärte Karow, die oft stritten und sich (vermutlich) doch liebten, hatten in den vergangenen sieben Jahren immer eine besondere Chemie. Regisseur Ngo The Chau ist ein sehenswerter Thriller gelungen, der sich auf das Wesentliche konzentriert und tolle, atmosphärische Bilder produziert. Wie so oft bei den rbb-Fällen ging es natürlich vordergründig um Mord und Totschlag – in Wirklichkeit aber um Liebe und Einsamkeit in der Großstadt. Bella Dayne überzeugte in ihrer Rolle als verängstigte Mafiabraut.

Wie geht es weiter: Ohne Merit Becker, aber interessant dürfte es bleiben. Ende des Jahres soll der erste Fall mit Corinna Harfouch als neue Ermittlerin neben Mark Waschke ausgestrahlt werden. Die 67-Jährige zählt zu den renommiertesten Schauspielerinnen Deutschlands. Man darf als gespannt sein.

(csi)