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„Tatort: In deinen Augen“: So war der Krimi mit Heike Makatsch

So war der Mainzer „Tatort“ : Wenn man Hufe hört, ist es manchmal eben doch ein Zebra

Eine reiche Witwe wird tot aufgefunden. Zuerst glaubt nur Kommissarin Berlinger, dass es ein Verbrechen war. Das Ende des wohltuend ruhig erzählten Krimis war dann eine Überraschung. Der Mainzer „Tatort“ in der Kurz-Kritik.

Worum ging es: Der vorbestrafte Tierpfleger Hannes Petzold (Klaus Steinbacher) kommt gut bei älteren Damen an und nutzt das aus. Mit der rüstigen Witwe Charlotte (Michaela May) lebt er zusammen, interessiert sich aber auch für ihre reiche Freundin Bibiana (Ulrike Krumbiegel), die sich ihrerseits gerne als Domina ausprobiert. Als die wohlhabende Bibiana tot in ihrer Villa gefunden wird, glauben Gerichtsmedizin und Staatsanwaltschaft zunächst an einen Unfall mit einem Diabetes-Medikament. Kommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch) hingegen ist sicher, dass die Frau ermordet wurde und verdächtigt Tierpfleger Hannes. Motiv: Habgier. So ganz richtig liegt die Polizistin am Ende aber nicht. Bibiana wurde zwar ermordet. Täter ist aber der seelisch labile Sohn des Verdächtigen.

Wie war es: Tatsächlich sehr gut, wenn sich der Zuschauer auf die anfangs etwas anstrengende Erzählweise eingelassen hat. Der Film „In deinen Augen“ von Thomas Kirchner (Buch) und Tim Frageser (Regie) arbeitete mit verschiedenen Zeitebenen. Das ging vielleicht hin und wieder etwas zulasten der Spannung, dafür konnte die Handlung ausgeruht und aus diversen Perspektiven erzählt werden. Die Auflösung war dann doch einigermaßen überraschend. Besetzt war der Film bis in die Nebenrollen sehr gut. Auch das Zusammenspiel von Berlinger mit ihrem Kollegen Martin Rascher (Sebastian Blomberg) ist stimmig.

Der beste Spruch: „Wenn Sie Hufe klappern hören, denken Sie dann als erstes an Zebras?“ – Berlinger musste lange darum kämpfen, überhaupt ermitteln zu dürfen. Dass es sich um Mord und keinen Unfall handelte, wollte vor allem Staatsanwältin Jasmin Winterstein (Abak Safaei-Rad) nicht glauben.

Schalten wir wieder ein? Wahrscheinlich schon, die Mainzer Fälle gehören inzwischen zu den Highlights der Reihe.