Tatort "Der Turm" aus Frankfurt: Wenn Kommissare scheitern

Wie war der Frankfurt-„Tatort“? : Wenn Kommissare scheitern

Die Ermittler im Frankfurter „Tatort“ liefern in 90 Minuten einen spannenden Fall und eine Geschichte ohne Happy End - und das am zweiten Weihnachtsfeiertag.

Worum ging’s? Eine junge Frau liegt unbekleidet, tot und mit einer Plastiktüte über dem Kopf vor einem Frankfurter Büroturm. Die Ermittler Janneke (Margarita Broich) und Brix (Wolfram Koch) versuchen, ihren Tod aufzuklären – und scheitern. An eben diesem Turm und dem undurchdringlichen, mysteriösen Firmengeflecht, das er beherbergt. Eine düstere Geschichte ohne Happy End, und das zum Zweiten Weihnachtsfeiertag.

Woher kennt man...? IT-Mitarbeiter Bijan, von dem sich Brix viel erhofft, um dann umso mehr enttäuscht zu werden, könnte manchem Zuschauer bekannt vorgekommen sein. Darsteller Rauand Taleb spielt in der Erfolgsserie „4 Blocks“ den Kleindealer Zeki.

Was war gut? Ziemlich viel – wenn man nicht wie sonst beim „Tatort“ üblich nach 90 Minuten einen geklärten Fall und zufriedene Kommissare erwartet. „Der Turm“ ist spannend inszeniert, mit gelungener Kameraarbeit und ebensolcher musikalischer Untermalung. Dazu ein Ermittler-Duo, das sich zwar weiter konsequent siezt, aber doch endlich so etwas wie Zuneigung füreinander entwickelt. Gleichzeitig zeigt dieser „Tatort“ sehr unaufgeregt, wie frustrierend Polizeiarbeit sein kann, wenn man im Spannungsfeld von Geld und Macht ermittelt.

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