"Tatort" aus Münster: So war der neue Fall "Lakritz"

So war der „Tatort“ aus Münster : Aus einem Markt ein Königreich

Thiel und Boerne finden im neuen „Tatort“-Fall „Lakritz“ nach vielen Kabbeleien als Freunde zueinander. So viel Harmonie wäre jedoch für eingefleischte Münster-Fans kaum zu ertragen.

Worum geht’s? Der Münsteraner Marktmeister Wagner wurde in seiner Villa von seiner Haushälterin tot aufgefunden. Er wurde, das stellt sich rasch heraus, mit Lakritz vergiftet, in dem Zyankali vermischt war. Der Mann, der sich seinen Lebensstandard mit Seilschaften und Erpressungen finanziert hat, hat sich aus einem Wochenmarkt sein eigenes Königreich erschaffen. Dementsprechend hatte er viele Feinde.

Worum geht’s wirklich? Um Rache. Und um Freundschaft. Rechtsmediziner Karl-Friedrich Boerne (Jan-Josef Liefers) und Hauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl) konnten bislang nicht ohne, aber auch nicht miteinander. Nun nennen sie sich in dieser Episode, die „Lakritz“ heißt, erstmals: Freunde. Traumschön.

Das beste Zitat Auf der Suche nach dem alten Detektivtagebuch des sehr jungen Boernes gehen der Rechtsmediziner und Thiel in den Keller. Als Boerne die Tür aufsperrt, sagt er: „Mein Leben.“ Thiel ergänzt: „Kalt und feucht.“ Freundschaft ist ja auch keine Liebe.

Wie geht’s jetzt weiter? Nun, man kann sich nur sehr schwer vorstellen, dass Thiel und Boerne nun für den Rest ihrer „Tatort“-Karriere ihre zärtliche Freundschaft pflegen. Wenn, dann wäre es dem Duo zu wünschen, es alsbald in Rente zu schicken. So viel Harmonie wäre für eingefleischte Münster-Fans kaum zu ertragen. Aber so wie Thiel am Ende von „Lakritz“ einen 500-Euro-Rotwein mit Cola mischt, ahnt man, um mit Uli Hoeneß zu sprechen: Das war’s noch nicht.