SPD-Vorsitz: ZDF nimmt Politik-Pläne von Jan Böhmermann nicht ernst

Nur „Satire“ : ZDF nimmt Böhmermanns SPD-Pläne nicht ernst

Nachdem Jan Böhmermann offiziell SPD-Mitglied ist, will sich der Satiriker nun auf dem kommenden Parteitag zum Vorsitzenden wählen lassen. Das hätte auch Konsequenzen für seine Anstellung beim ZDF. Was der Sender zu Böhmermanns Plänen sagt.

Das ZDF sieht den Plänen des Satirikers Jan Böhmermann, Parteichef der SPD zu werden, gelassen entgegen. „Die Sendung ,Neo Magazin Royale’ ist eine Comedy-Sendung, die die Ereignisse des Zeitgeschehens und die mediale Berichterstattung mit den Mitteln der Ironie und der Satire aufbereitet“, sagte ZDF-Sprecher Rainer Stumpf unserer Redaktion. Böhmermanns Aktion „setzt sich in dieser Form mit der anstehenden Wahl des SPD-Vorsitz auseinander“.

Böhmermann war am Dienstag als Mitglied des SPD-Ortsverbands Köthen aufgenommen worden. In seiner ZDF-Sendung und in den sozialen Medien hatte er bereits mehrfach angekündigt, sich beim Parteitag vom 6. bis 8. Dezember in Berlin zum SPD-Chef wählen lassen zu wollen.

Sollte Böhmermann tatsächlich ein politisches Amt ausüben, wäre das für ihn ein Ausschlussgrund beim öffentlich-rechtlichen Sender. Das hatte ZDF-Sprecher Alexander Stock dem „Tagesspiegel“ in einem Interview gesagt. So musste auch Satiriker Martin Sonneborn 2014 die „heute-show“ des ZDF verlassen, nachdem er für die „Partei“ ins Europaparlament eingezogen war.

(cpas)
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