1. Panorama
  2. Fernsehen

Sommerhaus der Stars 2020: Wer ist raus? Das Ende einer Trash-Romance

„Sommerhaus der Stars“ : Das Ende einer Trash-Romance

Caro und Andreas Robens zeigen in der aktuellen Folge „Das Sommerhaus der Stars“ fragwürdigen Siegeswillen und zerstören damit die Freundschaft zu den Youtube-Sternchen Lisha und Lou. Die Show muss aber schließlich ein anderes Paar verlassen.

Lisha und Caro könnten verschiedener nicht sein. Lisha übertreibt es mit der Emanzipation und überschüttet ihren Partner Lou sowie alle anderen, die ihr blöd kommen, mit Hass-Tiraden. Caro hingegen hört auf Ehemann Andreas. Lishas Kern-Kompetenz: Ehrlichkeit. Sie knallt jedem, egal ob er sie hören will oder nicht, die Wahrheit ins Gesicht. Caro hingegen beweist vor allem in der aktuellen Folge „Das Sommerhaus der Stars“, dass Geld und Macht den Charakter verderben.

Den ganzen Unterschieden zum Trotz – oder vielleicht auch gerade wegen der vielen Gegensätze – ist Caro für Lisha wie eine Schwester. Doch Familie kann grausam sein, auch wenn man sie sich in diesem Fall selbst ausgesucht hat. In einem Rechenspiel auf hohem Niveau – die Frauen stehen dabei auf einer meterhohen Plattform – gehen Caro und Andreas als Sieger hervor. Mehr Niveau gibt es da auch nicht zu sehen, Michaela bricht wie so oft das Spiel ab, Eva braucht satte 30 Minuten länger als Caro, um eine Aufgabe, für – sagen wir mal – Viertklässler, zu lösen.

Caro gewinnt, Papa ist stolz. Der Clou: Die beiden dürfen einem bereits vor der Nominierung geschützten Paar die Sicherung entziehen. Caro verschweigt dieses kleine Detail bei der Rückkehr ins Haus, glücklicherweise verplappert sich Martin. Caro würde das aber natürlich niemals Lisha und Lou antun. Leider hat Andreas bei den Robens aber die Hosen an. Und kriegt Lisha ausnahmsweise die „ekelhafte“ Wahrheit ins Gesicht geschmettert. Das Adjektiv „ekelhaft“ hat im Anschluss an diese Folge vermutlich auch Anzeige wegen eskaltivem Gebrauch erstattet.

Das Auge von Lishas Hass-Tornado ist schließlich das Basteln einer Caro-Voodoopuppe. Man hat von Lisha schon viel Geschmackloses gehört, aber folgende Äußerung ist menschenverachtend: „Entweder wir streicheln sie (die Puppe)“, beginnt Lou. Und Lisha vervollständigt: „Oder wir stecken ihr den Stielkamm durchs Herz.“ Denn auch wenn Caros Entscheidung hinterlistig war, ihr tut es sichtlich leid. Und eins wird immer wieder vergessen: „Das Sommerhaus der Stars“ ist tatsächlich ein Spiel – auch wenn man sich in diesem Spiel natürlich für Freundschaft und gegen das Geld entscheiden könnte.

In dem ganzen Theater ist Drama-Queen Eva fast unscheinbar. Aber auf Eva ist Verlass: Nach der folgenschweren Entscheidung der Robens möchte sie diese knuddeln. Ist dies doch der perfekte Moment, die zwei schwarzen Schafe auf ihre Seite zu treiben. Blöd nur, dass Evas Über-Performance sie gemeinsam mit Partner Chris aus dem Haus kickt.

In einem weiteren Spiel sollen die Frauen schätzen, wie viel ihre Männer wissen. Während Lisha die traurige Wahrheit erneut beim Schopfe packt, überschätzt Eva ihren Chris wohl etwas. Dieser soll fünf Satzzeichen nennen. Als Chris sie natürlich nicht wie aus der Pistole geschossen aufzählt, wird sie nervös und gibt einen verbotenen Tipp. Die Folge: Disqualifikation und kein Nominierungs-Schutz. Eva versucht es mal wieder mit einer Mitleidsnummer, die wahrscheinlich zuletzt in der Grundschule gezogen hat. Martin und Michaela gewinnen ihr erstes Spiel und sind wie Diana und Michi vor der Nominierung geschützt.

Und jetzt hängt es tatsächlich an den Robens. Ihre Stimme entscheidet, wer ins Halbfinale einzieht. Lisha hat verständlicherweise jegliches Urvertrauen verloren und zweifelt an Caros erneutem Geblubber. Deshalb tritt sie in Evas große schauspielerischen Fußstapfen und spielt Caro eine heile Welt vor. Mit Erfolg: Eva und Chris fliegen. Wieder einmal ein TV-Format, das die 28-Jährige erfolglos verlässt...

+++ Das passiert in Folge 9 +++

Herzlich willkommen zum Eva-Benetatou-Special – endlich bekommt sie die Aufmerksamkeit, die sie doch mitunter peinlich verzweifelt sucht. Wer keine Lust auf noch mehr Pseudo-Drama hat – verständlich. Aber da Eva in der aktuellen Folge „Sommerhaus der Stars“ endlich ihre schönen Seiten präsentiert, sollte dies doch auch gebührend Anklang finden. Gleich dreimal macht die 28-Jährige ihrem Namen alle Ehre.

Per Duden-Definition bedeutet Eva: „Mädchen, Frau, besonders als typische Vertreterin des weiblichen Geschlechts beziehungsweise als Partnerin eines Mannes“. Treffender könnte man unsere Bachelor-aka-Promi-Big-Brother-aka-Promis-unter-Palmen-aka-Sommerhaus-der-Stars-Eva gar nicht beschreiben. Wobei wohl nur der Teil hinter dem „beziehungsweise“ zutreffen dürfte. Denn sie ist nicht unbedingt die typische Vertreterin des weiblichen Geschlechts, da gibt es durchaus nennenswerte, echte Stars, die hier zu nennen sind – Emma Watson zum Beispiel. Unsere Eva ist viel mehr die Partnerin eines Mannes. Als zweimalige Bett-Partnerin von Andrej Mangold wurde sie bekannt – aber das Thema hatten wir wirklich oft genug.

Nun präsentiert sich Eva als Partnerin von Chris Stenz. Denn ohne ihn hätte sie es auch nicht ins Sommerhaus der Stars geschafft – nehmen dort doch ausschließlich Paare teil. Wobei das auch nicht so ganz richtig ist, denn auch hier muss leider noch einmal der Name Andrej Mangold fallen. Aber in der aktuellen Folge „Sommerhaus der Stars“ definiert Eva ihren Namen selbst noch einmal ganz neu, beziehungsweise untermalt Wesenszüge, die eigentlich schon bekannt waren, wohl aber in Vergessenheit geraten sind.

Der Offenbarungsort: ein riesen Schlammbecken, die Männer hängen an Seilen darüber. Ihr Matschbad ist davon abhängig, ob ihre Frauen ausreichend Fragen richtig beantworten können. Die Fragen stellen sich die Frauen gegenseitig. Das hört sich nicht nur wie ein Kindergeburtstag an, das ist es auch – inklusive kindischer Intrigen seitens Caro und Lisha. Durch Augenzwinkern geben sie sich zu verstehen, wenn sie die jeweilige Antwort wissen, alle anderen Fragen werden natürlich Eva gestellt. Die durchschaut das miese Spiel, beschwert sich und betont, dass sie ja alle anderen Fragen hätte beantworten können – der Wahrheitsgehalt dieser Aussage sei mal dahingestellt. Spielende: Chris liegt als erster im Dreck, Lou gewinnt das Spiel.

Aber Eva wäre nicht Eva, wenn sie das auf sich sitzen lassen würde. Sie tobt, es fehlt nur, dass sie sich auf den Boden schmeißt und mit den Beinen strampelt. Chris versucht sie – wie so oft – in Schutz zu nehmen. Doch dann zeigt Eva zum ersten Mal, wer sie wirklich ist: „Chris kannst du jetzt bitte kommen! Es reicht!“, pfeift sie ihn zurück.

Das zweite Mal reagiert Eva dann, als Diana sie bei ihrer Rückkehr ins Haus trösten möchte: „Hör mal auf, nicht so hyperaktiv, danke“, schmettert sie Diana entgegen. Daran anschließend kriegt Diana noch einmal eine Breitseite von Eva. Nämlich dann, als sie Eva sagt, sie würde wie ihre Katze sein. Klar, ist dieses Kompliment fragwürdig, aber Evas Antwort darauf wohl vielmehr: „Nein, ich hasse Katzen“, sagt sie mehr als zickig. Möglicherweise fallen ihr dann zwei Dinge auf. Erstens verhält sie sich grad nicht rollenkonform und zweitens könnte die Spiel-Niederlage ihren Auszug bedeuten, da sie so keinen Nominierungsschutz gewonnen hat.

Dann kullern auch schon die Tränen, sie verabschiedet sich melodramatisch von Diana: „Bitte nominiere mich. Ich hab‘ mein Herz gewonnen, das reicht mir. Und meine Menschlichkeit. Ich danke dir für alles.“ Doch davon hat überraschenderweise nicht Diana die Schnauze voll, sondern Chris. Er zeigt erstmals Eier: „Hör auf jetzt. Entweder ordentlich verlieren oder…“ – gut, um den Satz zu beenden reicht die gewonnene Stärke dann wohl nicht.

In den letzten etwa 15 Minuten der Folge dann der Showdown, an dem natürlich Lisha beteiligt ist. Denn diese bezeichnet Eva als asozial, da sie nicht fragt, ob andere auch von der frisch geöffneten Prosecco-Flasche trinken möchten. Lou trällert gleich ein Lied mit dem selbigen Text. Blöd nur, dass Eva genau in diesem Moment durch die Küche läuft. Er sagt ihr nochmals ins Gesicht, dass sie asozial sei. Spoiler: Er versucht es im Anschluss als Witz zu verkaufen, Eva hätte auch angeblich gelacht – das ist allerdings nicht zu sehen.

Und was macht Eva? Das, was sie bisher in allen TV-Shows, an denen sie teilnahm, am besten konnte: petzen. Und das natürlich Diana. Doch das leider nicht geschickt genug, denn Lisha hört das Katzengejammer und eskaliert völlig. Es folgen typische Lisha-Beleidigungen, die hier natürlich nicht genannt werden können. Die Art und Weise ist absolut drüber, aber im Kern hat sie dennoch recht: Eva möchte, dass man ihr Kritik ins Gesicht sagt. Doch sie selbst macht dies nie.

Daher steht Bachelor-aka-Promi-Big-Brother-aka-Promis-unter-Palmen-aka-Sommerhaus-der-Stars-Eva wohl eher für eine Person, die sich dringend selbst reflektieren sollte.

+++ Das passierte in Folge 8 +++

Eine verkorkste Autofahrt hat das Potenzial zu einer verkorksten Beziehung zu führen. Da mal falsch abgebogen, an jener Kreuzung zu schnell gefahren – als Paar gemeinsam Autofahren heißt oft auch, gemeinsam zu streiten. Und wenn die Frau am Steuer dann auch noch blind ist und mit Anweisungen des Mannes einparken muss, dann steht die Eskalation kurz bevor.


So geschehen bei der achten Folge des Sommerhaus der Stars. Beim ersten Spiel mussten die Paare einen Hindernisparkour überwinden, und dann auch noch einparken, die Frau jeweils mit verdeckten Augen. Und bei Lisha und Lou schien auch der Mann, also Lou, blind gewesen zu sein. Seine Anweisungen sind fahrig und kryptisch, so sagt er zu Lisha „fahr links-geradeaus“. Das bringt sie völlig aus der Fassung, sie schreit ihn an, „du bist wie eine Frau, die ihre Tage hat und keine Schokolade bekommt“. Irgendwann sitzen beide völlig bedröppelt im Auto und geben auf – die Immunität ist aufs Erste dahin.

Dass eine Autofahrt aber Beziehungen wieder in geordnete Bahnen lenken kann, wenn denn alles gut funktioniert, zeigen Cara und Andreas beim Einparken. Vorher war Andreas noch mächtig sauer, sprach davon, dass er sich trennen würde, wenn Caro so weitermacht. Was Caro falsch gemacht hat, lässt sich indes nur vermuten, Auslöser war wohl, dass die beiden auf dem Stimmungsbarometer vier Stimmen bekommen haben. „Es ist nicht alles Friede, Freude, Pfannkuchen“, sagt Andreas.

Doch nachdem sie das Einparken mit Bravour meistern, ist wieder alles in Schmierfett. Geschickt parkt Caro ein, sie klatschen sich ab, küssen sich kurz und sind wieder glücklich. So einfach kann es gehen. Am schnellsten waren die beiden aber trotzdem nicht, Diana und Michael stahlen den Robens die Show und somit die Immunität. „Das war so geil“, brüllt Diana in den Himmel, als sie das Auto korrekt in die Parklücke stellt.

Im Haus selbst sind die Karten hingegen seit vergangener Woche komplett neu gemischt. Alpha-Tier, Quasi-Religiöser Führer und Guru Andreij hat das Haus vergangene Woche mit den Worten „Ich spuck auf euch“ verlassen. So, wie es sich für einen Sommerhaus-König gehört. Seitdem haben sich die Gruppenkonstellationen verändert. Vor allem Andreas stellt sich mit Eva und Chris gut, sie sitzen am Tisch und lachen und lachen und hören gar nicht mehr auf, bis Eva darauf zu sprechen kommt, dass das Wetter ein bisschen komisch sei. Vor Kurzem war Eva auch für Andreas noch die absolute Hassfigur.

Dass hier jetzt auf einmal wieder Friede, Freude, Schmalzgebäck herrscht, gefällt nicht allen, vor allem Lisha nicht. „Wäre Andreij noch hier gewesen, wäre die Gruppe nicht so auseinandergefallen“, sagt sie, während sie auf einem Stuhl sitzt, über alle ablästert und quasi jedem Bewohner, jeder Bewohnerin, ein falsches Spiel unterstellt. „Für hier habe ich erstmal keine Freunde mehr“, sagt sie und bringt auf den Punkt, worum es eigentlich geht. „Wir sind hier alle gereizt in einer Situation, in der wir um 50.000 kämpfen“. Man hat ein bisschen das Gefühl, dass die Paare inzwischen merken, dass das Finale nicht mehr weit weg ist. Und somit die 50.000 Euro.

Diesem Finale sind auch Lisha und Lou ein Schritt näher. Im zweiten Spiel gewinnen sie, schaffen es als erstes Team, Eiweiß zu schlagen. Der ganze Hass, der sich zwischen den beiden beim Autofahren aufgestaut hat, ist purer Liebe gewichen. Und damit sind nur noch zwei Paare nominiert: Annemarie und Tim und Caro und Andreas. Nach fünf Entscheidungen dürfen nur noch die Pharos nominieren. Sie sind das „Zünglein an der Wage“, wie Michaela feststellt. Und sie entscheiden sich „schweren Herzens“ für Annemarie und Tim, weil sie das stärkste Paar seien. Nach Andreij und Jenny verlassen die nächsten Favoriten das Haus. Aber Michaela bringt auf den Punkt, was viele scheinbar vergessen: „Es ist ein Spiel – sorry.“

+++ Das passierte in Folge 7 +++

Manchmal braucht man nur das richtige Mindset, um bestimmte Situationen auszuhalten: „Augen zu und durch“. Doch beim „Sommerhaus der Stars“ funktioniert das so nicht. Selbst wenn man mit geschlossenen Augen vor dem Fernseher sitzt - die Akustik bleibt schlecht. Ein Singsang aus obszönen Beleidigungen vor dem Hintergrund des monotonen Summens ständiger Lästereien.

Die Nachzügler Peter und Iris Klein (bekannt als Mutter von Daniela Katzenberger) müssen auch prompt wieder gehen, weil sie die Dynamik der Gruppe stören. Schön war’s, aber auch schön, dass es jetzt vorbei ist, finden die beiden im Morgengrauen, den Schreck der Nacht noch in den Knochen. „Ich bin wirklich froh, dass ich diesem Terror entfliehen kann“, sagt Peter. Ich habe wirklich gedacht, wir hätten mehr Spaß“, kontert Iris. Die beiden attestieren sich fehlende „Skrupellosigkeit“ als Ursache für das rasche Aus. Man mag ihnen Recht geben wollen, schließlich wirken sie recht zahm. Dennoch: Wir haben bei den anderen WG-Bewohnern lernen dürfen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Ausraster kommt.

Eine weitere Erkenntnis aus diesem Sozialexperiment: Jede Gruppe braucht einen Anführer. Und wer eignet sich da besser, als jemand, der bereits Erfahrungen damit hat, die „Ladies“ zu führen? Der ehemalige Bachelor Andrej hat von Anfang an die Dynamiken beeinflusst, überzeugte andere Kandidaten, bestimmte andere Kontrahenten zu nominieren, scharrte seine Schäfchen um sich - die ließen sich bereitwillig lenken. Doch Widerstand formiert sich, als Diana und Michael wieder einziehen, vor allem Michael passt Andrejs Verhalten gar nicht, er fürchtet Manipulation. Ein „offenes und ehrliches“ Gespräch führen die beiden mit spürbar gefletschten Zähnen. Alles beim Alten, nur, dass die allseits unbeliebte Eva und Anhängsel Chris ihre einzigen Verbündeten wieder an ihrer Seite haben. „Ich wünsche mir von den Mitbewohnern, dass sie uns in Ruhe lassen“, säuselt Eva noch ganz fromm in die Kamera.

Doch so wirklich sicher, wer Freund und wer Feind ist, kann man sich ja nie sein. Zeit, sich reinen Wein einzuschenken - beim ersten Spiel „Das Glas ist voll“. Die Damen es Hauses und Andreas sitzen um einen runden Tisch und sollen bestimmte Fragen ehrlich beantworten, zum Beispiel, wem sie den Sieg am wenigsten gönnen würden. Wessen Name dann am häufigsten genannt wird, bekommt einen großzügigen Schluck Rotwein eingeschenkt. Wenn ein Glas voll ist, ist das Spiel vorbei. Kein Spiel, um die erhitzten Gemüter zu kühlen. Die Hackordnung steht von Anfang an fest: Alle auf Eva - und die schlägt zurück. „Du bist der Unmensch in Person“, teilt Jenny gegen ihre ehemalige Bachelor-Kontrahentin aus. Doch überraschenderweise ist es nicht Jenny, die die Fassung verliert, sondern Annemarie.