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"Sommerhaus der Stars" 2020: Promis kritisieren "Bachelor"-Paar beim Wiedersehen scharf

Nach Finale von „Sommerhaus der Stars“ : Promis kritisieren „Bachelor“-Paar beim Wiedersehen scharf

Wenn „Das Sommerhaus der Stars“ in diesem Jahr fragen würde „Und wie war ich?“, gäbe es darauf keine positive Antwort. Die anfängliche Höchstform erlangt das Format auch im Finale nicht zurück. Beim Wiedersehen wird stattdessen munter weitergestritten.

Auch nach dem Finale von „Das Sommerhaus der Stars“ sind nicht alle Streitereien und Vorfälle vergessen. Beim großen Wiedersehen trafen alle Teilnehmer in einer Sendung aufeinander. Dabei rissen einige alte Wunden auf: Als über die Spuck-Attacke auf „Bachelor“ Andrej Mangold gesprochen wurde, fing dessen Freundin Jennifer Lange an zu weinen. Die Vorfälle im „Sommerhaus“ beschäftigten sie weiterhin, „weil es wirklich eine emotionale und sehr negative Zeit für mich war“, erklärte sie.

Kubilay Özdemir zeigte beim Wiedersehen Reue und entschuldigte sich dafür, dass er Andrej ins Gesicht gespuckt hatte. „Ich erkenne mich selbst nicht wieder“, sagte er. Für seine Entschuldigung bekam er viel Applaus.

Jennifer Lange blieb trotz der reumütigen Worte geschockt von den gezeigten Bilder der Spuck-Attacke. Daraufhin platzte Özdemirs Verlobter, Georgina Fleur, der Kragen. Für sie sei der Vorfall aus der Show längst abgeschlossen. „Get over it!“ (deutsch: Komm darüber hinweg!), forderte sie die 27-Jährige auf. Sie und Kubilay seien im „Sommerhaus“ viel schlimmer gemobbt worden. Außerdem seien Andrej und Jennifer an der schlechten Stimmung im Haus schuld gewesen, da das Paar andere „bis zu Tränen fertig gemacht“ habe.

Auch Diana Herold kritisiert das Verhalten des „Bachelors“. „Niemand hat das Recht, mit einem Menschen so umzugehen, wie mit Eva umgegangen wurde“, erklärte sie beim Wiedersehen. Andrej und Jennifer seien bei ihren Streitigkeiten mit der damaligen „Bachelor“-Zweitplatzierten Eva Benetatou und ihrem Verlobten Chris zu weit gegangen.

Daran, dass Eva in der Show so häufig scharf angegangen wurde, habe Chris eine Teilschuld, sagte Lisha in der Reunion-Show: „Wenn du ein richtiger Mann wärst, dann hätte keiner deiner Frau auch nur ein Haar gekrümmt.“ Chris argumentierte, er habe schließlich „nicht um sich schlagen können“.

+++ Das passierte im Finale (Folge 11): Das enttäuschende letzte Mal +++

Das ist das Problem bei verfrühten Höhepunkten jeglicher Art: danach ist die Luft raus. So ist es auch bei der aktuellen Staffel „Das Sommerhaus der Stars“. Was wurde man nicht von der Couch gehauen, als diese Sache zwischen dem Ex-Bachelor Andrej Mangold und dem mittlerweile Ex-Freund von Georgina Fleur eskalierte. Münder standen offen, eine unverhoffte Trash-Ekstase der Grund. Da spuckte der eine vermeintlich erwachsene Mann dem anderen Mann mit mehr als „50k Instagram-Followern“ mitten ins Gesicht. Ekelhaft. Tagelang wurde darüber gesprochen, sogar Oma hatte von diesen schockierenden Neuigkeiten gehört.

Der Einzug von Eva Benetatou, die zweimal mit diesem Ex-Bachelor geschlafen hatte, ließ den Zuschauer noch für eine kurze Weile auf der pulsierenden Trash-Welle treiben. Erneute kleine Eruptionen, bis Eva das Bachelor-Pärchen heraus beförderte. Tja, und dann setzte der Wendler den Aluhut auf, noch so eine schockierende Nachricht. Und diese trug unweigerlich dazu bei, dass das Sommerhaus noch mittelmäßiger wurde. Ein bisschen aggressives Rumgeplärre hier und ein paar Kullertränen da, und schwups findet sich der Zuschauer schon im Finale wieder.

Doch was Höhepunkte so mit sich bringen – ja, gemeint sind hier auch sportliche oder geistige Höchstleistungen – ist anschließende Müdigkeit. Man ist erschöpft, das Bett ruft noch lauter als Youtube-Sternchen Lisha. Das Gehirn nimmt vom Sommerhaus-Finale nur noch wenig wahr. Michaela bricht da mal wieder ein Spiel ab, sie muss gemeinsam mit Partner Martin das Haus verlassen. Im Halbfinale sollen dann die übrig gebliebenen Paare Lisha und Lou, Caro und Andreas sowie Diana und Michi Fragen über Hauptstädte deutscher Bundesländer, Todsünden und Planeten beantworten – vermutlich muss nicht erklärt werden, wer dieses Spiel verliert. Zur Sicherheit: Lisha und Lou scheiden aus.

Im Finale wird dann um die Wette geworfen und gepuzzelt. Auch hier ist fraglich – wie bei der ein oder anderen Begebenheit zuvor – inwiefern Andreas eigentlich seine Oberarme trainiert. Denn Michi mit dem deutlich geringeren Bizeps-Umfang beweist zunächst eine bessere Treffsicherheit. Doch nachdem Andreas wie üblich ein bisschen Dampf bei Caro abgelassen hat, kommt er wieder fast zu alter Form zurück. Die Gewinner sind also Andreas und Caro – auch das gibt irgendwie nicht den notwendigen Kick. Aber das war‘s. Aus, Ende, zusammenpacken.

Doch einen kleinen Schmankerl zum Schluss gibt’s noch, damit das Trash-Herz wieder zu schlagen beginnt. Es folgen die besten Zitate aus dem Finale:

• „Geht nicht rein…wie zu Hause.“ – Andreas Robens im Viertelfinale

• „Wo der lief, war ich im Solarium.“ – Lisha über Biologie-Unterricht

• „Pimmelballon!“ – Lishas umgangssprachliche Bezeichnung für ein Kondom

• „Lümmeltüte!“ – die tatsächlich gesuchte umgangssprachliche Bezeichnung für Kondom

• „Wo leben wir hier?“ – Lisha beschwert sich über die Existenz eines Schmetterlings

• „Also du bist bei Wissen auch nicht unbedingt eine Hilfe.“ – Lisha zu Lou

• „Mond!“ – für Caro Robens ein Planet

• „Die Fragen waren schon für Normalos, aber wir sind halt unter den Normalos.“ – Lisha nach Ausscheiden im Halbfinale

• „Aber du hast den geilen roten Badeanzug.“ – Caro spendet Lisha Trost, nachdem Lisha kurz vor dem Finale das Haus verlassen muss

• „Wir schaffen das!“ – Diana Herold redet mit ihrem Spiegelbild

+++ Das passiert in Folge 10 +++

Lisha und Caro könnten verschiedener nicht sein. Lisha übertreibt es mit der Emanzipation und überschüttet ihren Partner Lou sowie alle anderen, die ihr blöd kommen, mit Hass-Tiraden. Caro hingegen hört auf Ehemann Andreas. Lishas Kern-Kompetenz: Ehrlichkeit. Sie knallt jedem, egal ob er sie hören will oder nicht, die Wahrheit ins Gesicht. Caro hingegen beweist vor allem in der aktuellen Folge „Das Sommerhaus der Stars“, dass Geld und Macht den Charakter verderben.

Den ganzen Unterschieden zum Trotz – oder vielleicht auch gerade wegen der vielen Gegensätze – ist Caro für Lisha wie eine Schwester. Doch Familie kann grausam sein, auch wenn man sie sich in diesem Fall selbst ausgesucht hat. In einem Rechenspiel auf hohem Niveau – die Frauen stehen dabei auf einer meterhohen Plattform – gehen Caro und Andreas als Sieger hervor. Mehr Niveau gibt es da auch nicht zu sehen, Michaela bricht wie so oft das Spiel ab, Eva braucht satte 30 Minuten länger als Caro, um eine Aufgabe, für – sagen wir mal – Viertklässler, zu lösen.

Caro gewinnt, Papa ist stolz. Der Clou: Die beiden dürfen einem bereits vor der Nominierung geschützten Paar die Sicherung entziehen. Caro verschweigt dieses kleine Detail bei der Rückkehr ins Haus, glücklicherweise verplappert sich Martin. Caro würde das aber natürlich niemals Lisha und Lou antun. Leider hat Andreas bei den Robens aber die Hosen an. Und kriegt Lisha ausnahmsweise die „ekelhafte“ Wahrheit ins Gesicht geschmettert. Das Adjektiv „ekelhaft“ hat im Anschluss an diese Folge vermutlich auch Anzeige wegen eskaltivem Gebrauch erstattet.

Das Auge von Lishas Hass-Tornado ist schließlich das Basteln einer Caro-Voodoopuppe. Man hat von Lisha schon viel Geschmackloses gehört, aber folgende Äußerung ist menschenverachtend: „Entweder wir streicheln sie (die Puppe)“, beginnt Lou. Und Lisha vervollständigt: „Oder wir stecken ihr den Stielkamm durchs Herz.“ Denn auch wenn Caros Entscheidung hinterlistig war, ihr tut es sichtlich leid. Und eins wird immer wieder vergessen: „Das Sommerhaus der Stars“ ist tatsächlich ein Spiel – auch wenn man sich in diesem Spiel natürlich für Freundschaft und gegen das Geld entscheiden könnte.

In dem ganzen Theater ist Drama-Queen Eva fast unscheinbar. Aber auf Eva ist Verlass: Nach der folgenschweren Entscheidung der Robens möchte sie diese knuddeln. Ist dies doch der perfekte Moment, die zwei schwarzen Schafe auf ihre Seite zu treiben. Blöd nur, dass Evas Über-Performance sie gemeinsam mit Partner Chris aus dem Haus kickt.

In einem weiteren Spiel sollen die Frauen schätzen, wie viel ihre Männer wissen. Während Lisha die traurige Wahrheit erneut beim Schopfe packt, überschätzt Eva ihren Chris wohl etwas. Dieser soll fünf Satzzeichen nennen. Als Chris sie natürlich nicht wie aus der Pistole geschossen aufzählt, wird sie nervös und gibt einen verbotenen Tipp. Die Folge: Disqualifikation und kein Nominierungs-Schutz. Eva versucht es mal wieder mit einer Mitleidsnummer, die wahrscheinlich zuletzt in der Grundschule gezogen hat. Martin und Michaela gewinnen ihr erstes Spiel und sind wie Diana und Michi vor der Nominierung geschützt.

Und jetzt hängt es tatsächlich an den Robens. Ihre Stimme entscheidet, wer ins Halbfinale einzieht. Lisha hat verständlicherweise jegliches Urvertrauen verloren und zweifelt an Caros erneutem Geblubber. Deshalb tritt sie in Evas große schauspielerischen Fußstapfen und spielt Caro eine heile Welt vor. Mit Erfolg: Eva und Chris fliegen. Wieder einmal ein TV-Format, das die 28-Jährige erfolglos verlässt...

+++ Das passiert in Folge 9 +++

Herzlich willkommen zum Eva-Benetatou-Special – endlich bekommt sie die Aufmerksamkeit, die sie doch mitunter peinlich verzweifelt sucht. Wer keine Lust auf noch mehr Pseudo-Drama hat – verständlich. Aber da Eva in der aktuellen Folge „Sommerhaus der Stars“ endlich ihre schönen Seiten präsentiert, sollte dies doch auch gebührend Anklang finden. Gleich dreimal macht die 28-Jährige ihrem Namen alle Ehre.

Per Duden-Definition bedeutet Eva: „Mädchen, Frau, besonders als typische Vertreterin des weiblichen Geschlechts beziehungsweise als Partnerin eines Mannes“. Treffender könnte man unsere Bachelor-aka-Promi-Big-Brother-aka-Promis-unter-Palmen-aka-Sommerhaus-der-Stars-Eva gar nicht beschreiben. Wobei wohl nur der Teil hinter dem „beziehungsweise“ zutreffen dürfte. Denn sie ist nicht unbedingt die typische Vertreterin des weiblichen Geschlechts, da gibt es durchaus nennenswerte, echte Stars, die hier zu nennen sind – Emma Watson zum Beispiel. Unsere Eva ist viel mehr die Partnerin eines Mannes. Als zweimalige Bett-Partnerin von Andrej Mangold wurde sie bekannt – aber das Thema hatten wir wirklich oft genug.

Nun präsentiert sich Eva als Partnerin von Chris Stenz. Denn ohne ihn hätte sie es auch nicht ins Sommerhaus der Stars geschafft – nehmen dort doch ausschließlich Paare teil. Wobei das auch nicht so ganz richtig ist, denn auch hier muss leider noch einmal der Name Andrej Mangold fallen. Aber in der aktuellen Folge „Sommerhaus der Stars“ definiert Eva ihren Namen selbst noch einmal ganz neu, beziehungsweise untermalt Wesenszüge, die eigentlich schon bekannt waren, wohl aber in Vergessenheit geraten sind.

Der Offenbarungsort: ein riesen Schlammbecken, die Männer hängen an Seilen darüber. Ihr Matschbad ist davon abhängig, ob ihre Frauen ausreichend Fragen richtig beantworten können. Die Fragen stellen sich die Frauen gegenseitig. Das hört sich nicht nur wie ein Kindergeburtstag an, das ist es auch – inklusive kindischer Intrigen seitens Caro und Lisha. Durch Augenzwinkern geben sie sich zu verstehen, wenn sie die jeweilige Antwort wissen, alle anderen Fragen werden natürlich Eva gestellt. Die durchschaut das miese Spiel, beschwert sich und betont, dass sie ja alle anderen Fragen hätte beantworten können – der Wahrheitsgehalt dieser Aussage sei mal dahingestellt. Spielende: Chris liegt als erster im Dreck, Lou gewinnt das Spiel.

Aber Eva wäre nicht Eva, wenn sie das auf sich sitzen lassen würde. Sie tobt, es fehlt nur, dass sie sich auf den Boden schmeißt und mit den Beinen strampelt. Chris versucht sie – wie so oft – in Schutz zu nehmen. Doch dann zeigt Eva zum ersten Mal, wer sie wirklich ist: „Chris kannst du jetzt bitte kommen! Es reicht!“, pfeift sie ihn zurück.

Das zweite Mal reagiert Eva dann, als Diana sie bei ihrer Rückkehr ins Haus trösten möchte: „Hör mal auf, nicht so hyperaktiv, danke“, schmettert sie Diana entgegen. Daran anschließend kriegt Diana noch einmal eine Breitseite von Eva. Nämlich dann, als sie Eva sagt, sie würde wie ihre Katze sein. Klar, ist dieses Kompliment fragwürdig, aber Evas Antwort darauf wohl vielmehr: „Nein, ich hasse Katzen“, sagt sie mehr als zickig. Möglicherweise fallen ihr dann zwei Dinge auf. Erstens verhält sie sich grad nicht rollenkonform und zweitens könnte die Spiel-Niederlage ihren Auszug bedeuten, da sie so keinen Nominierungsschutz gewonnen hat.

Dann kullern auch schon die Tränen, sie verabschiedet sich melodramatisch von Diana: „Bitte nominiere mich. Ich hab‘ mein Herz gewonnen, das reicht mir. Und meine Menschlichkeit. Ich danke dir für alles.“ Doch davon hat überraschenderweise nicht Diana die Schnauze voll, sondern Chris. Er zeigt erstmals Eier: „Hör auf jetzt. Entweder ordentlich verlieren oder…“ – gut, um den Satz zu beenden reicht die gewonnene Stärke dann wohl nicht.

In den letzten etwa 15 Minuten der Folge dann der Showdown, an dem natürlich Lisha beteiligt ist. Denn diese bezeichnet Eva als asozial, da sie nicht fragt, ob andere auch von der frisch geöffneten Prosecco-Flasche trinken möchten. Lou trällert gleich ein Lied mit dem selbigen Text. Blöd nur, dass Eva genau in diesem Moment durch die Küche läuft. Er sagt ihr nochmals ins Gesicht, dass sie asozial sei. Spoiler: Er versucht es im Anschluss als Witz zu verkaufen, Eva hätte auch angeblich gelacht – das ist allerdings nicht zu sehen.

Und was macht Eva? Das, was sie bisher in allen TV-Shows, an denen sie teilnahm, am besten konnte: petzen. Und das natürlich Diana. Doch das leider nicht geschickt genug, denn Lisha hört das Katzengejammer und eskaliert völlig. Es folgen typische Lisha-Beleidigungen, die hier natürlich nicht genannt werden können. Die Art und Weise ist absolut drüber, aber im Kern hat sie dennoch recht: Eva möchte, dass man ihr Kritik ins Gesicht sagt. Doch sie selbst macht dies nie.

Daher steht Bachelor-aka-Promi-Big-Brother-aka-Promis-unter-Palmen-aka-Sommerhaus-der-Stars-Eva wohl eher für eine Person, die sich dringend selbst reflektieren sollte.

+++ Das passierte in Folge 8 +++

Eine verkorkste Autofahrt hat das Potenzial zu einer verkorksten Beziehung zu führen. Da mal falsch abgebogen, an jener Kreuzung zu schnell gefahren – als Paar gemeinsam Autofahren heißt oft auch, gemeinsam zu streiten. Und wenn die Frau am Steuer dann auch noch blind ist und mit Anweisungen des Mannes einparken muss, dann steht die Eskalation kurz bevor.


So geschehen bei der achten Folge des Sommerhaus der Stars. Beim ersten Spiel mussten die Paare einen Hindernisparkour überwinden, und dann auch noch einparken, die Frau jeweils mit verdeckten Augen. Und bei Lisha und Lou schien auch der Mann, also Lou, blind gewesen zu sein. Seine Anweisungen sind fahrig und kryptisch, so sagt er zu Lisha „fahr links-geradeaus“. Das bringt sie völlig aus der Fassung, sie schreit ihn an, „du bist wie eine Frau, die ihre Tage hat und keine Schokolade bekommt“. Irgendwann sitzen beide völlig bedröppelt im Auto und geben auf – die Immunität ist aufs Erste dahin.