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Sommerhaus der Stars 2020: Eva Benetatou hat viele Gesichter

„Sommerhaus der Stars“ : Die vielen Gesichter der Eva und die schreiende Lisha

Der ganze Wendler-Eklat hat eines fast in den Schatten gestellt: Eva Benetatou und ihre dramatische Rolle im „Sommerhaus der Stars“. Glücklicherweise bringt sie sich in der aktuellen Folge wieder auf den Schirm des Zuschauers und zeigt ihr wahres Gesicht.

Herzlich willkommen zum Eva-Benetatou-Special – endlich bekommt sie die Aufmerksamkeit, die sie doch mitunter peinlich verzweifelt sucht. Wer keine Lust auf noch mehr Pseudo-Drama hat – verständlich. Aber da Eva in der aktuellen Folge „Sommerhaus der Stars“ endlich ihre schönen Seiten präsentiert, sollte dies doch auch gebührend Anklang finden. Gleich dreimal macht die 28-Jährige ihrem Namen alle Ehre.

Per Duden-Definition bedeutet Eva: „Mädchen, Frau, besonders als typische Vertreterin des weiblichen Geschlechts beziehungsweise als Partnerin eines Mannes“. Treffender könnte man unsere Bachelor-aka-Promi-Big-Brother-aka-Promis-unter-Palmen-aka-Sommerhaus-der-Stars-Eva gar nicht beschreiben. Wobei wohl nur der Teil hinter dem „beziehungsweise“ zutreffen dürfte. Denn sie ist nicht unbedingt die typische Vertreterin des weiblichen Geschlechts, da gibt es durchaus nennenswerte, echte Stars, die hier zu nennen sind – Emma Watson zum Beispiel. Unsere Eva ist viel mehr die Partnerin eines Mannes. Als zweimalige Bett-Partnerin von Andrej Mangold wurde sie bekannt – aber das Thema hatten wir wirklich oft genug.

Nun präsentiert sich Eva als Partnerin von Chris Stenz. Denn ohne ihn hätte sie es auch nicht ins Sommerhaus der Stars geschafft – nehmen dort doch ausschließlich Paare teil. Wobei das auch nicht so ganz richtig ist, denn auch hier muss leider noch einmal der Name Andrej Mangold fallen. Aber in der aktuellen Folge „Sommerhaus der Stars“ definiert Eva ihren Namen selbst noch einmal ganz neu, beziehungsweise untermalt Wesenszüge, die eigentlich schon bekannt waren, wohl aber in Vergessenheit geraten sind.

Der Offenbarungsort: ein riesen Schlammbecken, die Männer hängen an Seilen darüber. Ihr Matschbad ist davon abhängig, ob ihre Frauen ausreichend Fragen richtig beantworten können. Die Fragen stellen sich die Frauen gegenseitig. Das hört sich nicht nur wie ein Kindergeburtstag an, das ist es auch – inklusive kindischer Intrigen seitens Caro und Lisha. Durch Augenzwinkern geben sie sich zu verstehen, wenn sie die jeweilige Antwort wissen, alle anderen Fragen werden natürlich Eva gestellt. Die durchschaut das miese Spiel, beschwert sich und betont, dass sie ja alle anderen Fragen hätte beantworten können – der Wahrheitsgehalt dieser Aussage sei mal dahingestellt. Spielende: Chris liegt als erster im Dreck, Lou gewinnt das Spiel.

Aber Eva wäre nicht Eva, wenn sie das auf sich sitzen lassen würde. Sie tobt, es fehlt nur, dass sie sich auf den Boden schmeißt und mit den Beinen strampelt. Chris versucht sie – wie so oft – in Schutz zu nehmen. Doch dann zeigt Eva zum ersten Mal, wer sie wirklich ist: „Chris kannst du jetzt bitte kommen! Es reicht!“, pfeift sie ihn zurück.

Das zweite Mal reagiert Eva dann, als Diana sie bei ihrer Rückkehr ins Haus trösten möchte: „Hör mal auf, nicht so hyperaktiv, danke“, schmettert sie Diana entgegen. Daran anschließend kriegt Diana noch einmal eine Breitseite von Eva. Nämlich dann, als sie Eva sagt, sie würde wie ihre Katze sein. Klar, ist dieses Kompliment fragwürdig, aber Evas Antwort darauf wohl vielmehr: „Nein, ich hasse Katzen“, sagt sie mehr als zickig. Möglicherweise fallen ihr dann zwei Dinge auf. Erstens verhält sie sich grad nicht rollenkonform und zweitens könnte die Spiel-Niederlage ihren Auszug bedeuten, da sie so keinen Nominierungsschutz gewonnen hat.

Dann kullern auch schon die Tränen, sie verabschiedet sich melodramatisch von Diana: „Bitte nominiere mich. Ich hab‘ mein Herz gewonnen, das reicht mir. Und meine Menschlichkeit. Ich danke dir für alles.“ Doch davon hat überraschenderweise nicht Diana die Schnauze voll, sondern Chris. Er zeigt erstmals Eier: „Hör auf jetzt. Entweder ordentlich verlieren oder…“ – gut, um den Satz zu beenden reicht die gewonnene Stärke dann wohl nicht.

In den letzten etwa 15 Minuten der Folge dann der Showdown, an dem natürlich Lisha beteiligt ist. Denn diese bezeichnet Eva als asozial, da sie nicht fragt, ob andere auch von der frisch geöffneten Prosecco-Flasche trinken möchten. Lou trällert gleich ein Lied mit dem selbigen Text. Blöd nur, dass Eva genau in diesem Moment durch die Küche läuft. Er sagt ihr nochmals ins Gesicht, dass sie asozial sei. Spoiler: Er versucht es im Anschluss als Witz zu verkaufen, Eva hätte auch angeblich gelacht – das ist allerdings nicht zu sehen.

Und was macht Eva? Das, was sie bisher in allen TV-Shows, an denen sie teilnahm, am besten konnte: petzen. Und das natürlich Diana. Doch das leider nicht geschickt genug, denn Lisha hört das Katzengejammer und eskaliert völlig. Es folgen typische Lisha-Beleidigungen, die hier natürlich nicht genannt werden können. Die Art und Weise ist absolut drüber, aber im Kern hat sie dennoch recht: Eva möchte, dass man ihr Kritik ins Gesicht sagt. Doch sie selbst macht dies nie.

Daher steht Bachelor-aka-Promi-Big-Brother-aka-Promis-unter-Palmen-aka-Sommerhaus-der-Stars-Eva wohl eher für eine Person, die sich dringend selbst reflektieren sollte.

+++ Das passierte in Folge 8 +++

Eine verkorkste Autofahrt hat das Potenzial zu einer verkorksten Beziehung zu führen. Da mal falsch abgebogen, an jener Kreuzung zu schnell gefahren – als Paar gemeinsam Autofahren heißt oft auch, gemeinsam zu streiten. Und wenn die Frau am Steuer dann auch noch blind ist und mit Anweisungen des Mannes einparken muss, dann steht die Eskalation kurz bevor.


So geschehen bei der achten Folge des Sommerhaus der Stars. Beim ersten Spiel mussten die Paare einen Hindernisparkour überwinden, und dann auch noch einparken, die Frau jeweils mit verdeckten Augen. Und bei Lisha und Lou schien auch der Mann, also Lou, blind gewesen zu sein. Seine Anweisungen sind fahrig und kryptisch, so sagt er zu Lisha „fahr links-geradeaus“. Das bringt sie völlig aus der Fassung, sie schreit ihn an, „du bist wie eine Frau, die ihre Tage hat und keine Schokolade bekommt“. Irgendwann sitzen beide völlig bedröppelt im Auto und geben auf – die Immunität ist aufs Erste dahin.

Dass eine Autofahrt aber Beziehungen wieder in geordnete Bahnen lenken kann, wenn denn alles gut funktioniert, zeigen Cara und Andreas beim Einparken. Vorher war Andreas noch mächtig sauer, sprach davon, dass er sich trennen würde, wenn Caro so weitermacht. Was Caro falsch gemacht hat, lässt sich indes nur vermuten, Auslöser war wohl, dass die beiden auf dem Stimmungsbarometer vier Stimmen bekommen haben. „Es ist nicht alles Friede, Freude, Pfannkuchen“, sagt Andreas.

Doch nachdem sie das Einparken mit Bravour meistern, ist wieder alles in Schmierfett. Geschickt parkt Caro ein, sie klatschen sich ab, küssen sich kurz und sind wieder glücklich. So einfach kann es gehen. Am schnellsten waren die beiden aber trotzdem nicht, Diana und Michael stahlen den Robens die Show und somit die Immunität. „Das war so geil“, brüllt Diana in den Himmel, als sie das Auto korrekt in die Parklücke stellt.

Im Haus selbst sind die Karten hingegen seit vergangener Woche komplett neu gemischt. Alpha-Tier, Quasi-Religiöser Führer und Guru Andreij hat das Haus vergangene Woche mit den Worten „Ich spuck auf euch“ verlassen. So, wie es sich für einen Sommerhaus-König gehört. Seitdem haben sich die Gruppenkonstellationen verändert. Vor allem Andreas stellt sich mit Eva und Chris gut, sie sitzen am Tisch und lachen und lachen und hören gar nicht mehr auf, bis Eva darauf zu sprechen kommt, dass das Wetter ein bisschen komisch sei. Vor Kurzem war Eva auch für Andreas noch die absolute Hassfigur.

Dass hier jetzt auf einmal wieder Friede, Freude, Schmalzgebäck herrscht, gefällt nicht allen, vor allem Lisha nicht. „Wäre Andreij noch hier gewesen, wäre die Gruppe nicht so auseinandergefallen“, sagt sie, während sie auf einem Stuhl sitzt, über alle ablästert und quasi jedem Bewohner, jeder Bewohnerin, ein falsches Spiel unterstellt. „Für hier habe ich erstmal keine Freunde mehr“, sagt sie und bringt auf den Punkt, worum es eigentlich geht. „Wir sind hier alle gereizt in einer Situation, in der wir um 50.000 kämpfen“. Man hat ein bisschen das Gefühl, dass die Paare inzwischen merken, dass das Finale nicht mehr weit weg ist. Und somit die 50.000 Euro.

Diesem Finale sind auch Lisha und Lou ein Schritt näher. Im zweiten Spiel gewinnen sie, schaffen es als erstes Team, Eiweiß zu schlagen. Der ganze Hass, der sich zwischen den beiden beim Autofahren aufgestaut hat, ist purer Liebe gewichen. Und damit sind nur noch zwei Paare nominiert: Annemarie und Tim und Caro und Andreas. Nach fünf Entscheidungen dürfen nur noch die Pharos nominieren. Sie sind das „Zünglein an der Wage“, wie Michaela feststellt. Und sie entscheiden sich „schweren Herzens“ für Annemarie und Tim, weil sie das stärkste Paar seien. Nach Andreij und Jenny verlassen die nächsten Favoriten das Haus. Aber Michaela bringt auf den Punkt, was viele scheinbar vergessen: „Es ist ein Spiel – sorry.“

+++ Das passierte in Folge 7 +++

Manchmal braucht man nur das richtige Mindset, um bestimmte Situationen auszuhalten: „Augen zu und durch“. Doch beim „Sommerhaus der Stars“ funktioniert das so nicht. Selbst wenn man mit geschlossenen Augen vor dem Fernseher sitzt - die Akustik bleibt schlecht. Ein Singsang aus obszönen Beleidigungen vor dem Hintergrund des monotonen Summens ständiger Lästereien.

Die Nachzügler Peter und Iris Klein (bekannt als Mutter von Daniela Katzenberger) müssen auch prompt wieder gehen, weil sie die Dynamik der Gruppe stören. Schön war’s, aber auch schön, dass es jetzt vorbei ist, finden die beiden im Morgengrauen, den Schreck der Nacht noch in den Knochen. „Ich bin wirklich froh, dass ich diesem Terror entfliehen kann“, sagt Peter. Ich habe wirklich gedacht, wir hätten mehr Spaß“, kontert Iris. Die beiden attestieren sich fehlende „Skrupellosigkeit“ als Ursache für das rasche Aus. Man mag ihnen Recht geben wollen, schließlich wirken sie recht zahm. Dennoch: Wir haben bei den anderen WG-Bewohnern lernen dürfen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Ausraster kommt.

Eine weitere Erkenntnis aus diesem Sozialexperiment: Jede Gruppe braucht einen Anführer. Und wer eignet sich da besser, als jemand, der bereits Erfahrungen damit hat, die „Ladies“ zu führen? Der ehemalige Bachelor Andrej hat von Anfang an die Dynamiken beeinflusst, überzeugte andere Kandidaten, bestimmte andere Kontrahenten zu nominieren, scharrte seine Schäfchen um sich - die ließen sich bereitwillig lenken. Doch Widerstand formiert sich, als Diana und Michael wieder einziehen, vor allem Michael passt Andrejs Verhalten gar nicht, er fürchtet Manipulation. Ein „offenes und ehrliches“ Gespräch führen die beiden mit spürbar gefletschten Zähnen. Alles beim Alten, nur, dass die allseits unbeliebte Eva und Anhängsel Chris ihre einzigen Verbündeten wieder an ihrer Seite haben. „Ich wünsche mir von den Mitbewohnern, dass sie uns in Ruhe lassen“, säuselt Eva noch ganz fromm in die Kamera.

Doch so wirklich sicher, wer Freund und wer Feind ist, kann man sich ja nie sein. Zeit, sich reinen Wein einzuschenken - beim ersten Spiel „Das Glas ist voll“. Die Damen es Hauses und Andreas sitzen um einen runden Tisch und sollen bestimmte Fragen ehrlich beantworten, zum Beispiel, wem sie den Sieg am wenigsten gönnen würden. Wessen Name dann am häufigsten genannt wird, bekommt einen großzügigen Schluck Rotwein eingeschenkt. Wenn ein Glas voll ist, ist das Spiel vorbei. Kein Spiel, um die erhitzten Gemüter zu kühlen. Die Hackordnung steht von Anfang an fest: Alle auf Eva - und die schlägt zurück. „Du bist der Unmensch in Person“, teilt Jenny gegen ihre ehemalige Bachelor-Kontrahentin aus. Doch überraschenderweise ist es nicht Jenny, die die Fassung verliert, sondern Annemarie.

Am Ende ist Evas Glas voll - trotz der Bemühungen Einzelner, es nicht so weit kommen zu lassen. Schließlich hatten sie sich als Vorbereitung die Folgen des Vorjahrs angeschaut, in einem ähnlichen Spiel erhielt der „Verlierer“ am Ende den Nominierungsschutz. Doch wer kann sich bei so viel Antipathie noch auf eine Strategie konzentrieren? Tatsächlich, Eva und Chris sind vorm Rausschmiss geschützt. Aber das ist noch nicht alles: Denn Eva darf auch jemanden auswählen, der das Haus sofort verlassen muss. Entsetztes Schweigen am Tisch. Eva zögert nicht lange, Jenny und Andrej sollen ihre zwei Koffer packen und hinterm Gartenzaun verschwinden. Eine Wendung, die niemand erwartet hätte, schließlich galten die Bachelors von Tag 1 an als Favoriten. „Wie soll ich jetzt noch an Gerechtigkeit glauben?“, klagt Annemarie an.

Auf den Schock folgen die Tränen, zumindest bei einigen. Das zweckgemeinschaftliche Quartett, Eva, Chris, Diana und Michael frohlocken, denn der Verlust ihres geistigen Führers trifft die anderen hart. Orientierungslos streifen Lisha und Lou also durch das Ferienhaus, auf der Suche nach einem Plan. Doch die sichtbar gute Laune von Diana und Eva beim fröhlich-versauten Montagsmaler ist ihnen ein Dorn im Auge. „Das Lachen kommt absolut nicht von Herzen, das kommt aus dem Arsch“, lästert Lisha. Was könne man tun, um ihnen den Spaß zu verderben, philosophieren Annemarie, Lisha und Andreas in den Waschräumen. Freundschaft vorgaukeln und dann eiskalt abschießen oder doch lieber die Zahnbürste ins Klo stecken?

Für ein wenig Entspannung sorgt dann das Paarspiel, das die Underdogs Michaela und Martin gewinnen - Gottseidank, denn wenn Diana und Michael gewonnen hätten, wüsste man ja gar nicht, wen man denn nominieren sollte. Auch danach bleibt es weiter ruhig im Haus zumindest zwischen den Paaren untereinander. Bei Andreas und Caro hängt indes der Haussegen schief. Im Stimmungsbarometer kommen die Robens gewohnt schlecht weg, landen auf Platz zwei der Abschussliste hinter den erwartbaren Spitzenreitern Diana und Michael. Andreas lässt das wütend zurück, er schließt sich kurzerhand den Außenseitern an, die er zwar nicht leiden kann, aber er habe lieber einen „ehrlichen Feind als einen falschen Freund“. Ehefrau Caro hat keine Lust auf Taktik. Andreas ist wütend, während seine Frau sich sichtlich fertig schlafen legt, droht er am Gartenstammtisch mit Trennung. Ein Novum wäre es, denn auch wenn es in mehreren Staffeln stets deftig eskaliert ist, die Paare unter sich haben zusammengehalten.

+++ Das passierte in Folge 6 +++

Ein Rudel ist, um kurz Wikipedia zu bemühen, eine „geschlossene und individualisierte Gruppe von Säugetieren“. Säugetiere sind die Sommerhaus-Bewohner definitiv, eine geschlossene Gruppe aber nicht mehr. Und das ist ein Problem für das Rudel, bestehend aus den alteingesessenen Bewohnern. Die beiden neuen Paare, Iris und Peter sowie Eva und Chris, haben viel Unruhe nach Bocholt-Barlo gebracht. „Du bist dreist“, sagt Andreas zu Eva, als sie nach irgendwelchen Blättchen fragt. Daraufhin zieh sich Eva zurück auf die Hollywood-Schaukel. Den Tränen nahe, diskutiert sie mit Chris, was sie jetzt noch machen soll. Hinzu kommt der immerwährende Streit zwischen den Mallorca-Bewohnern Peter und Iris sowie Caro und Andreas, der sich meistens durch gegenseitiges Ignorieren aufwiegt. Andreas aber zu dem Satz bewegt: „Das Rudel gewinnt immer.“