So war der "Tatort" aus Freiburg

„Tatort“-Nachlese : Psychodrama mit Krimi-Motiven

Ein kranker Jurastudent, ein toter Tennislehrer und ein totes Mädchen. Düster ging es zu im Schwarzwald-“Tatort“. Unsere Schnellkritik.

Worum ging’s? Im Freiburger Fall „Damian“ gleitet ein Jurastudent ab in die Schizophrenie. Am Ende weiß er sich nur durch einen drastischen Freitod zu retten. Parallel dazu ermitteln die Kommissare Tobler und Weber, wer einen Tennislehrer und dessen Schülerin ermordet hat.

Wie war’s? Erst zum Ende hin wird klar, dass die beiden Fälle gar nicht zeitgleich laufen. Die Lösung ist im Fall des Studenten überraschend, im Fall des Doppelmordes doch etwas banal. Ein Mann wird nach Jahren der Bodenständigkeit durch einen kleinen Impuls zum Doppelmörder.

Der beste Dialog „Wer rennt schon in Boxershorts durch den Wald?“, fragt Franziska Tobler (Eva Löbau), als Damian verwirrt im Wald aufgegriffen wird. „Hätten wir ihm noch einen Hinweis zum Anziehen geben sollen?“, entgegnet Kollege Weber.

Was war anders? Carlo Ljubek sprang für den während der Dreharbeiten erkrankten Hans-Jochen Wagner ein. Die Autoren entwickelten eine amüsante Geschichte um den Wechsel. Der Neue brachte sich brachial und humorvoll ein. Der Südwestrundfunk (SWR) weist aber darauf hin, dass es ein einmaliger Auftritt bleibt, auch wenn er gut bei den Zuschauern ankommen sollte.

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