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So war der letzte "Tatort" aus Saarbrücken mit Devid Striesow

So war der „Tatort“ aus Saarbrücken : Ein Abgang, der kein Verlust ist

Im letzten „Tatort“ von Devid Striesow stehen viele mögliche Täter unter Verdacht. Am Ende ist es jemand ganz anderes. Die Episoden aus Saarbrücken werden nicht in tiefer Erinnerung bleiben.

Worum geht’s? Die Schwesternschülerin Vanessa wird in ihrem Wohnheim tot aufgefunden – erdrosselt mit einem Bademantel-Gürtel. Eine ganze Reihe von Personen steht unter Verdacht, die unterschiedlichsten Motive kommen in Betracht. Auch ein junger koptischer Christ, der aus Ägypten geflohen ist, kommt als Mörder in Betracht. Er hatte der Ausländerbehörde Hinweise gegeben, woraufhin Flüchtlinge abgeschoben worden sind.

Worum geht’s wirklich? Um den Abschied von Saarbrückens prominentem „Tatort“-Kommissar Jens Stellbrink (Devid Striesow). Dieser ist aus der Reihe ausgestiegen, weil er andere Projekte interessanter fand. Besonders erfolgreich waren seine Episoden allerdings auch nicht. Insbesondere die ersten Folgen waren arg klamautig geraten.

Wer war’s? Es war freilich klar, dass Niemand der Mörder sein konnte, der von Beginn an als einer der Verdächtigen im Drehbuch aufgeführt wurde. Stattdessen war es die Chefin der ehrenamtlichen Einrichtung „Mediziner für Asyl“, die ihren Doktortitel und ihr Medizinstudium erfunden hat – und erwischt wurde.

Wie war’s? Naja. Die Episoden mit Striesow werden wohl nicht für Tiefe und Spannung in die Geschichtsbücher der ARD eingehen.

Der beste Satz „Die Anika ist halt krass links, die rastet direkt aus, wenn einer mal Neger sagt“, so die Ausbildungsschwester im Schwesternwohnheim. Sie stand unter Verdacht, weil sie wegen Rassismus angezeigt wurde.

(her)