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Hamburg: So verteilt sich der Rundfunkbeitrag

Hamburg : So verteilt sich der Rundfunkbeitrag

Die ARD schafft Transparenz bei der Verwendung der Gelder. Das ZDF hinkt hingegen hinterher.

Rund 71 Prozent des Rundfunkbeitrags landen bei der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands, kurz ARD. Dahinter stehen vor allem "Das Erste" und die Dritten Programme wie etwa WDR oder NDR. Der Rest der 17,98 Euro pro Haushalt geht an die weiteren öffentlich-rechtlichen Medienanstalten: 4,37 Euro fließen an das ZDF, 46 Cent an das Deutschlandradio. 34 Cent bekommen die Landesmedienanstalten, wo die Privatsender überwacht werden.

Wie viele Cent des ARD-Anteils an den Beiträgen jedes Einzelnen wohin fließen, hat die ARD nun anhand der Zahlen von 2011 und 2012 aufgeschlüsselt (siehe Grafik). Ein Cent eines Beitragszahlers entspricht 4,15 Millionen Euro pro Jahr.

Für die Dritten Programme der ARD-Sender gibt jeder Beitragszahler im Schnitt 3,15 Euro monatlich aus. Ein Euro wird für Technik und Ausstrahlung aufgewandt. Für die gemeinsam mit dem ZDF betriebenen Spartenprogramme Phoenix, 3sat, KiKA und ARTE zahlt die ARD 51 Cent. Die Talkshows im Ersten kosten Beitragszahler zehn Cent, für die Krimiserien "Tatort" und "Polizeiruf" sind es zusammen 15 Cent. Pro Jahr wendet die ARD demnach 62,25 Millionen Euro für ihre Sonntagabend-Krimis im Ersten auf.

Für alle Filme zahlt die ARD 444 Millionen Euro pro Jahr. Sport kostet rund 361 Millionen Euro, die Nachrichtensendungen ("ARD-aktuell") 108 Millionen Euro. Knapp 67 Millionen Euro gibt die ARD für Berichte aus dem Ausland aus. Für ihre Radiosender zahlt die ARD pro Jahr rund 959 Millionen Euro, die eigenen Orchester und Chöre kosten 170 Millionen. Alle Zahlen sind auf www.intern.ard.de nachzulesen.

Damit geht die ARD in Sachen Transparenz voran. Der WDR will eine ähnliche Info-Seite im Internet "voraussichtlich noch dieses Jahr" präsentieren, heißt es. Auch beim ZDF ist ähnliches erst für die nächsten Monate geplant. Auf www.unternehmen.zdf.de lassen sich aber Haushaltspläne einsehen. Zudem steht dort der Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Öffentlich-Rechtlichen.

(epd/tojo)