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Sing meinen Song: Andreas Bouranis Songs rühren zu Tränen

"Sing meinen Song — Das Tauschkonzert" : Yvonne Catterfeld rührt Andreas Bourani zu Tränen

Die zweite Staffel des Tauschkonzerts hat in Folge zwei mächtig Fahrt aufgenommen. Vor allem emotional. Bei den gecoverten Songs von Andreas Bourani waren die Stars mehr als einmal zu Tränen gerührt. Besonders Yvonne Catterfeld und Xavier Naidoo überzeugen. Eher farblos bleibt Hartmut Engler, der aus einem Bourani-Hit einen echten Pur-Song macht.

Staffel eins von "Sing meinen Song — Das Tauschkonzert" war bereits ein bemerkenster Erfolg. Deshalb schob der Sender Vox nun eine zweite Serie nach. Und das scheint sich auszuzahlen. Nachdem zum Auftakt die Songs von Yvonne Catterfeld als Vorbild dienten, stellte sich am Dienstagabend nun WM-Song-Sänger Andreas Bourani den Cover-Versionen seiner Kollegen.

Schon im Vorfeld freute er sich nach eigener Aussage auf "Überraschungen und Emotionen". Und Bourani wurde keinesfalls enttäuscht. Genau wie der Zuschauer, der einen gefühlsbetonten Fernsehabend erlebte.

Bourani, der mit "Auf uns" im Sommer 2014 den Dauerbrenner zur Weltmeisterschaft lieferte, ist mit 31 Jahren das "Nesthäkchen" der aktuellen Staffel. Als Vorbild nennt der Augsburger, der mit vier Jahren adoptiert wurde, unter anderem Herbert Grönemeyer. Auch die Prinzen hört er nach eigener Aussage gern. Da passt es, dass Sebastian Krumbiegel und Tobias Künzel beim Tauschkonzert den Anfang machen.

Die Beiden singen "Nur in meinem Kopf" und wirken dabei ein wenig wie eine schüchterne Schüler-Band. Die leicht angehauchte Swing-Nummer ist nett. Mehr aber auch nicht.

Deutlich mehr zu bieten hat Christina Stürmer. Die Rockröhre aus Österreich macht aus "Wieder am leben" aber keine schnelle Nummer mit Gitarrenriffs, wie vielleicht zu erwarten gewesen wäre. Sie überzeugt vielmehr mit einem südamerikanisch angehauchtem Salsa-Stück. Das kommt an. "So lebendig habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt", sagt Bourani. Und Gastgeber Xavier Naidoo meint mit einem Augenzwinkern: "Das stellt das Original in den Schatten."

Nicht in den Schatten, aber doch eher ins Abseits der Sendung befördert sich danach Hartmut Engler. "Ich bin ein Ganzkörper-Sänger", sagt er über sich selbst. Das ist bei seiner Performance zu "Eisberg" nicht zu übersehen. Leider übertreibt er dabei. Auch musikalisch hat der Pur-Frontmann wenig Neues zu bieten. "Na wenn das jetzt keine echte Pur-Nummer war", sagt Bourani mit einem Lächeln. Das muss er wohl auch.

Yvonne Catterfeld macht in der Folge zwar auch, was sie am besten kann. Doch das macht sie beeindruckend schön. Sie singt das eigentlich melancholisch angehauchte "Hey" und macht daraus eine klassische Pop-Ballade mit einigen schnelleren Passagen zwischendurch. Andreas Bourani ist bei den gefühlvollen Versen zu Tränen gerührt. Und auch Catterfeld selbst sieht beim Singen aus, als hätte sie sich gerade frisch verliebt.

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"Ich musste bereits nach den ersten Tönen mit den Tränen kämpfen. Das war einfach wunderschön", sagt Bourani und Naidoo stellt fest. "Das ist der Grund, warum Yvonne einen wichtigen Platz in der deutschen Musikbranche hat."

Daniel Wirtz zählt in der Szene nicht gerade zu den bekanntesten Gesichtern. Doch der Punkrocker nutzt das Format allmählich, um sich nachhaltig ins Gedächtnis der deutschen Musik-Fans zu rücken. Mit seiner E-Gitarre verwandelt er Bouranis gefühlvollen Hit "Auf anderen Wegen" in eine fetzige Rocknummer. Kein Wunder, dass Christina Stürmer als Erste aufsteht. Ihr gefällt's. Und den anderen auch, die nach anfänglicher Zurückhaltung nachziehen und mitrocken.

Das Ende des Abends ist wieder emotional. Xavier Naidoo singt Andreas Bouranis größten Hit "Auf uns". Und zwar in einer Unplugged-Version. Das passt zu seinem eigenen Musik-Stil, das kann er einfach. Sehen auch die Damen in der Runde so. Christina Stürmer und Yvonne Catterfeld kämpfen mit den Tränen. Die Show hat allen gefallen. "Ich würde jetzt gern noch weitermachen", sagt Naidoo am Ende. Dürfen sie ja auch. Und zwar am nächsten Dienstag.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Große Gefühle bei "Sing meinen Song"