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Ron Ringguth macht bei Schlag den Star Witz über "I cant breathe"

Bei „Schlag den Star“ : ProSieben-Kommentator macht Witz über George Floyds „I can’t breathe“-Satz

Bei der ProSieben-Show „Schlag den Star“ rückte am Samstagabend der Kommentator Ron Ringguth mit einem deplatzierten Witz über den verstorbenen George Floyd in den Mittelpunkt. Dabei sollten sich eigentlich Sylvie Meis und Lilly Becker duellieren.

Noch immer stehen die TV-Sendungen ganz unter dem Eindruck des Coronavirus. Keine Zuschauer, kein Applaus, keine Stimmung. So auch am Samstagabend bei der ProSieben-Sendung „Schlag den Star“, bei der Sylvie Meis und Lilly Becker gegeneinander antraten. Doch irgendwie beschäftigten sich die Zuschauer eher mit einer Bemerkung von Kommentator Ron Ringguth, der gemeinsam mit Moderator Elton durch die Sendung führte.

Bei Spiel 7, das „Tinger“ hieß, mussten Meis und Becker in einem ein Kettenfahrzeug einen Schlammparcours bewältigen. Wer als erste am Ziel war, gewann. Lilly Beckers Schutzbrille beschmierte, sie rief: „I can’t see“ – sie konnte nichts mehr sehen.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Kurz angemerkt. Dieser Satz, über den sich Twitter zu Recht aufregt, war leider sehr unnötig. Wir entschuldigen uns. Aufrichtig. Ein solcher Satz passt nicht zur Haltung von <a href="https://twitter.com/ProSieben?ref_src=twsrc%5Etfw">@ProSieben</a>.</p>&mdash; ProSieben (@ProSieben) <a href="https://twitter.com/ProSieben/status/1269377360534687744?ref_src=twsrc%5Etfw">June 6, 2020</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Den Spruch von Becker, die zu Beginn der Sendung mit einem „Black Lives Matter“-Schriftzug auf dem Arm auftrat, griff Ringguth auf und sagte: “Nicht ‘I can’t breathe’, sondern ‘I can’t see’.” Eine Anspielung auf den brutalen Tod von George Floyd in den USA, der bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis ganze 8 Minuten und 46 Sekunden von einem Beamten mit dem Knie im Nacken auf dem Boden gehalten worden war und an den Folgen starb.

Floyds Tod zog Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt nicht nur in den USA, sondern auf der ganzen Welt nach sich.

Auf Twitter kam der Kommentar von Ringgut gar nicht gut an, ein User schrieb zum Beispiel: „Und der dämlichste Kommentar 2020 geht an Ron Ringuth! I Cant See statt I cant breath. Ist der bescheuert?“

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Liebes Twitter, bitte einmal tief durchatmen. Es ist Zeit für Liebe. In diesen Zeiten besonders. <a href="https://twitter.com/hashtag/WeLove?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#WeLove</a></p>&mdash; ProSieben (@ProSieben) <a href="https://twitter.com/ProSieben/status/1269403969425637377?ref_src=twsrc%5Etfw">June 6, 2020</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Der Sender ProSieben reagierte noch am Abend auf den Spruch von Ringguth und twitterte: „Kurz angemerkt. Dieser Satz, über den sich Twitter zu Recht aufregt, war leider sehr unnötig. Wir entschuldigen uns. Aufrichtig. Ein solcher Satz passt nicht zur Haltung von @ProSieben“. Doch da kannte die Wut der Twitterer wohl keine Grenzen mehr und die Redaktion setzte einen Folgetweet ab: „Liebes Twitter, bitte einmal tief durchatmen. Es ist Zeit für Liebe. In diesen Zeiten besonders.“

Immerhin: Auch Ringguth erkannte noch während der Sendung, dass der Satz vielleicht nicht so gut rübergekommen ist und entschuldigte sich on air bei den Zuschauern. Er sagte: „Ich hab vorhin einen unpassenden Kommentar gemacht. Das ist im Eifer einer Live-Sendung passiert, das darf es aber nicht. Ich kann mich da nur noch mal ganz kurz entschuldigen. Das hat überhaupt nichts mit meiner Haltung zu tun.”

Das Duell verlor die frühere Ehefrau von Ex-Tennisstar Boris Becker schließlich deutlich gegen Moderatorin und Model Sylvie Meis.

(mja)